Unser Verein trauert um Franz Josef Ament
Nicht nur unser Verein, ganz Bad Homburg trauert um den ersten Bürger der Stadt. Stadtverordnetenvorsteher Franz Josef Ament ist im Alter von 76 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit am Abend des 27. Januar 2011 gestorben.
„Guude!“ Franz Josef Ament streckte jedem seine knochige Hand entgegen und lächelte. Sein Handschlag war ein Entgegenkommen, ein Hilfeanbieten und ein „Ich bin für dich da“. Will man seinem Wirken in Bad Homburg gerecht werden, gibt es nur einen Satz: Er war einfach überall. Als eingefleischter Politiker, Vereinsmensch und Karnevalist gab es kaum eine Veranstaltung, bei der er nicht anzutreffen war. Denn er nahm seinen Auftrag, den Bürgern nahe zu sein, sehr ernst. Jedem hörte er zu, alle Sorgen von Bürgern wurden von ihm aufgenommen. „Er war einer von uns“, sagte eine Frau, die den Tod des langjährigen Politikers noch nicht fassen kann.
Unserem Verein war Franz Josef Ament vom ersten Tag an verbunden. Jederzeit hatte er nicht nur im Rathaus ein offenes Ohr für unsere Anliegen. Man brauchte ihn nicht lange zu fragen, sofort übernahm er beispielsweise auch die Schirmherrschaft, wenn es um eine Benefizveranstaltung zugunsten unseres Vereins ging. Nicht nur in dieser Funktion hat er die Menschen unserer Stadt auf unsere ehrenamtliche Tätigkeit aufmerksam gemacht, er hat unsere Arbeit auch sonst positiv wie ein Botschafter den Leuten vermittelt. Den Kindern aus unserem Projektgebiet im Landkreis Tscherikow war er besonders verbunden. Regelmäßig hat er sie bei ihren Erholungsaufenthalten in der Bad Homburger Jugendherberge besucht. Dabei kam er mit seinem schon fast historischen Mercedes vorgefahren, öffnete den Kofferraum und sagte: "Schaut mal her, was ich alles für die Kinder besorgt habe. Helft mir mal mit, alles hineinzutragen!" Auch hat Franz Josef Ament die Kinder mit im Rathaus empfangen und sie zum Essen in ein Restaurant eingeladen. In diesem Zusammenhang übergab er an uns für unsere Vereinsarbeit eine finanzielle Zuwendung.
Unser Verein hat Franz Josef Ament sehr viel zu verdanken. Wir werden sein Andenken in stetigen Ehren bewahren.


Bildunterschriften: Oben links: Marina aus dem Tscherikower Waisenhaus schenkt im Rahmen der Kinderfreizeit 2009 Franz Josef Ament (l.) und Robert T. Hempkin von der Firma ICAP in der Bad Homburger Jugendherberge jeweils einen Kalender.
Oben rechts: Franz Josef Ament übergibt im Bad Homburger Rathaus an Bernd Ehmler einen Scheck für die Vereinsarbeit im Beisein unserer Dolmetscherin Tatjana Madudina.
Unten links: Bei einer Benefizveranstaltung im Bad Homburger Hiorschgarten zu Gunsten unseres Vereins hatte Franz Jopsef Ament die Schirmherrschaft übernommen. Auf der Bühne begrüßt er unseren 1. Vorsitzenden Michael Grüning.
Unten rechts: Gemeinsam mit der ehemaligen Bad Homburger Oberbürgermeisterin Dr. Ursula Jungherr übergab Franz Josef Ament (r.) Ehrenbriefe des Landes Hessen an Dimitri Graf Igantiew (2.v.l.) und an Michael Grüning (2.v.r.)