Neuigkeiten aus dem Verein

12. - 20. November 2011: Erkundungsfahrt in den Landkreis Tscherikow

Erkundungsfahrt 2011Vom 12. Bis 20. November 2011 waren Michael Grüning und Bernd Ehmler von unserem Verein im weißrussischen Landkreis Tscherikow unterwegs, der heute noch, 2064 GPS-Kilometer von Bad Homburg entfernt, nach dem GAU von Tschernobyl vor 25 Jahren in einer radioaktiv hochbelasteten Zone liegt. Sinn und Zweck der weiten Reise waren vielfältig:
Es sollten alle Patenkinder, die sich im Patenschaftsprojekt des Vereins befinden, in ihren Familien besucht werden, um die Lebenssituation zu erkunden und sie zum nächsten Erholungsaufenthalt nach Bad Homburg einzuladen, dringend benötigte Medikamente und finanzielle Unterstützung für den zweieinhalbjährigen krebskranken Ilja Tscherwitsch zu übergeben, die ausschließlich mit Bad Homburger Spendengeldern errichtete Sozialstation in Tscherikow zusammen mit der stellvertretenden Bürgermeisterin einzuweihen und ihrer Bestimmung zu übergeben und um Sondierungsgespräche mit der stellvertretenden Tscherikower Bürgermeisterin, der Schulrätin und weiteren Offiziellen Gespräche zu führen mit dem Ziel, im Landkreis Tscherikow ein Familienwaisenhaus für geschundene Kinder zu errichten. Dies ist nach der Fertigstellung der Sozialstation in Tscherikow das nächste große Projekt unseres Vereins ... weiterlesen


4. August 2011: Eine wunderschöne Zeit für 19 Kinder, zwei Betreuerinnen und einer Begleiterin

Gruppenbild19 Kinder, zwei Betreuerinnen und die Mutter eines Kindes mit Behinderung aus dem heute noch nach dem GAU von Tschernobyl radioaktiv belasteten weißrussischen Landkreis Tscherikow befanden sich auf Einladung unseres Vereins zu einem dreiwöchigen Erholungsaufenthalt in Bad Homburg. Als sie am 30. Juli wieder ihre Heimreise antraten, haben sich die Körper und  das Immunssystem der Kinder für die nächsten drei bis vier Jahre erholt.

Als die Kinder in Bad Homburg ankamen, hatten viele nicht mehr dabei, als was sie am Leib trugen, vielleicht noch eine Plastiktüte, in der sich eine Unterhose für die nächsten drei Wochen befand. Darum wurden die Kinder in der Bad Homburger Jugendherberge, wo sie untergebracht sind, erst einmal von Kopf bis Fuß eingekleidet. Vor allem mit Schuhen, an denen es bei den Kindern am meisten gemangelt hat … weiterlesen

 


29. Juni 2011: Die dritte Kinderfreizeit unseres Vereins beginnt am 9. Juli

Alina19 Kinder und drei Erwachsene aus dem Landkreis Tscherikow kommen vom 9. bis 31. Juli zum Erholungsaufenthalt nach Bad Homburg. Unter den Kindern befindet sich erstmals ein Kind mit einer Behinderung. Die 14-jährige Alina aus Tscherikow kam ohne Speiseröhre zur Welt. Operativ wurde ihr eine künstliche Speiseröhre eingesetzt, die aber nicht mitwächst, wenn Alina größer wird. So muss Alina regelmäßig ins Krankenhaus, um sich die Speiseröhre anpassen zu lassen. Sie wird mit ihrer Mutter Natalja nach Bad Homburg kommen, da Alina nicht ohne persönliche Aufsicht reisen darf (Bild links). Die anderen Kinder sind zwischen acht und zwölf Jahre alt. Als bekanntes Gesicht wird zum zweiten Mal Ira Kutova dabei sein. Sie hatte im letzten Jahr bei der Kinderfreizeit für beide Ohren je ein Hörgerät erhalten, da sie fast taub ist. Jetzt soll das Hörgerät überprüft und entsprechend eingestellt werden. Als Betreuerinnen kommen zwei neue Gesichter nach Bad Homburg: Die 22-jährige Anja Doroschenko und die 26-jährige Anja Prozenko. Sie ist die Tochter der Waisenhausleiterin Swetlana Prozenko und spricht Englisch. Anja Doroschenko war bereits als Kind zu einem Erholungsaufenthalt in Bad Homburg. Heute ist sie Deutschlehrerin an der Dorfschule in Retschitza und wird auch als Dolmetscherin fungieren. Tatjana Madudina, die diese Funktion in den letzten Jahren innehatte, erwartet Mutterfreuden. „Ich freue mich sehr auf meine Aufgabe“ sagt Anja Doroschenko, „aber ich bin jetzt schon fürchterlich aufgeregt!“ Dank Unterstützung unserer Sponsoren kann auch bei unserer dritten Kinderfreizeit wieder ein umfangreiches Ausflugs- und Besuchsprogramm in die nähere und weitere Umgebung Bad Homburgs absolviert werden.


ClownEingeladen sind alle Interessierten zum Begrüßungsabend, der am Sonntag, 10. Juli, um 19.30 Uhr in der Bad Homburger Jugendherberge, Mühlweg 17, stattfindet. Hier werden sich die Kinder vorstellen woher sie kommen und wie ihre Lebensumstände sind. Ein Kinderclown wird an diesem Abend die Kinder als auch die Besucher erheitern.

 

Bad Homburgs Oberbürgermeister Michael Korwisi wird die Kindergruppe am 19. Juli im Rathaus begrüßen.


28. Juni 2011: Das Psychologische Zentrum in Tscherikow ist fast fertig

AnbauToiletteDas Haus auf der gegenüberliegenden Seite des Tscherikower Waisenhauses, das unser Verein mit Spendengeldern sanieren lässt, steht kurz vor der Fertigstellung. Der Innenausbau ist komplett abgeschlossen. In ihm soll das wichtige Psychologische Zentrum untergebracht werden, wo Erziehungsberechtigte beraten und wieder auf den „richtigen Weg“ gebracht werden sollen, damit verhindert wird, dass ihnen das Sorgerecht für die Kinder entzogen und sie in ein Waisenhaus beziehungsweise zu Adoptiveltern oder Pflegefamilien kommen. Darüber hinaus bietet das Haus Platz für die Unterkunft von sechs Kindern.
Vor vier Jahren wurde noch von der Bad Homburger Initiative „Den Kindern von Tschernobyl“ damit begonnen, das Mauerwerk des 120 Quadratmeter großen Gebäudes zu erneuern und das Gebäude zu erweitern. Auch hat das Haus zu der Zeit ein komplett neues Dach und Fenster Waschbeckenerhalten. Nach Auflösung der Initiative hat unser Verein das Projekt das Projekt übernommen und den kompletten Innenausbau veranlasst. Neue Fußböden wurden verlegt, neue Decken eingezogen, die Wände verputzt und tapeziert. Komplett neue Türen führen in die renovierten Räume (Bild unten links). Die sanitären Anlagen entsprechen hiesigen Standard was bedeutet, das beim Toilettengang der Gang in den Hof erspart bleibt. Es gibt fließend Warm- und Kaltwasser, das aus modernen Armaturen strömt, was schon eine kleine Sensation – zumindest eine absolute Seltenheit – für die dortige Gegend ist (Bild oben rechts und rechts Mitte. Bild unten rechts: So sah es im Inneren des Hauses noch vor einem Jahr aus).
AnbauGroße Probleme hatten die Bauarbeiter bei der Materialbeschaffung, für die sie oft mehrere hundert Kilometer gefahren sind, um das Richtige und Geeignete zu finden. Sie haben sehr gute Arbeit geleistet. Jetzt wird nur noch die Heizungsanlage installiert, die zweiteilig mit Gas und Holzbefeuerung betrieben werden kann. Das ist sofern von Bedeutung, dass auch geheizt werden kann, auch wenn Russland seinem kleinen Nachbarn den Gashahn Anbauwieder einmal zudreht, weil Rechnungen nicht beglichen wurden, das das Personal und die Kinder im Winter bei Minustemperaturen nicht frieren müssen. Um Kosten zu sparen, haben Tscherikower Bürger im Gebäude viel Eigenleistung angebracht. Sie haben tapeziert, gestrichen, und gereinigt (Bild oben links).
Das Gebäude steht kurz vor der Fertigstellung. 60.000 Euro an Spendengeldern sind in dieses Projekt hineingeflossen. Swetlana Prozenko, die Leiterin des Waisenhauses und ihr Team sind stolz und überglücklich, dieses für sie wichtige Gebäude bald „in Betrieb“ nehmen zu können.
Im August soll es offiziell durch Vertreter der Stadt Tscherikow eingeweiht werden. Ein Schild soll angebracht werden, das auf die Unterstützung aus Bad Homburg hinweist.


16. Juni 2011: Roman und seine Mutter in Bad Homburg: Eine gute und eine schlechte Nachricht

RomanAuf Einladung unseres Vereins befand sich der sechsjährige Roman Potapschuk aus Tscherikow zusammen mit seiner Mutter Natalja zwölf Tage in Bad Homburg. Der Junge ist nach Angaben seiner Mutter plötzlich auf dem rechten Auge erblindet. Als er vor drei Jahren in den Kindergarten Nr. 3 in Tscherikow kam, wurde dort nichts festgestellt. Die Mutter hatte alles versucht, um das Auge ihres Sohns zu retten; sie war selbst bei Augenspezialisten in der Hauptstadt Minsk. Dort sagte man ihr, dass es in Weißrussland für Roman keine Chance gebe, höchstens im Ausland. Sie solle wiederkommen, wenn Roman 18 Jahre alt ist. Dann könne man das Auge kosmetisch richten. „Mehr können wir für Ihren Sohn nicht tun“. In ihrer Not wandte sich Natalja Potapschuk an Swetlana Prozenko im Tscherikower Waisenhaus. „Es gibt doch in Deutschland in Bad Homburg einen Verein. Vielleicht kann er Roman helfen!“
„Natürlich wollen wir versuchen, ob Hilfe für Roman in Bad Homburg möglich ist“, sagte der 1. Vorsitzende unseres Vereins, Michael Grüning. Die Anreise erfolgte von Tscherikow über die weißrussische Hauptstadt Minsk mit dem Bus mit Endstation am Frankfurter Hauptbahnhof, der nach 39 Stunden Fahrt erreicht wurde. Untergebracht waren Roman und seine Mutter in einer Ferienwohnung im Bad Homburger Stadtteil Ober-Eschbach.
RomanIn der Praxis für Augenheilkunde Dr. Ulrich Schlicht wurde eine kostenfreie Untersuchung an Romans Augen vorgenommen (Bilder links Mitte und unten). Die Untersuchung verlief zunächst schwierig, da Roman ein überaus hyperaktives Kind ist. Es gelang zunächst nicht, dass Roman auch nur eine Sekunde sein Auge ruhig halten konnte. Doch schließlich konnte nach mehreren Versuchen eine Diagnose gestellt werden – eine schlechte und eine gute. Die schlechte Diagnose lautet „Chorioretinitis“. Hierbei handelt es sich eine Entzündung der Netzhaut und der Aderhaut, die durch eine Infektion, wie zum Beispiel Toxoplasmose ausgelöst werden kann. Zurück bleibt eine Narbe auf der Netzhaut. Im Fall von Roman bedeutet dies die völlige Erblindung auf dem rechten Auge. Vermutet wird, dass die „Chorioretinitis“ bereits während der Schwangerschaft aufgetreten ist, verursacht durch zum Beispiel Röteln. Die Augenarztpraxis lässt verlauten, dass die Diagnose der weißrussischen Ärzte allesamt nicht richtig waren. Roman kann bereits als Kind auf dem rechten Auge blind zur Welt gekommen sein. Eine Operation ist bei dieser ausgewachsenen Narbenbildung auch in Deutschland nicht möglich. Die gute Nachricht: Das linke Auge ist vollständig gesund. Roman hat zwar kein räumliches Sehen, aber er kennt es auch nicht anders. Er wird ein normales Leben führen können, nur Feinmechaniker oder Kraftfahrer könne er nicht werden. Auch die Mutter wurde beruhigt; sie trifft keine Schuld, dass sie es zu spät bemerkt haben soll, dass Roman nur auf einem Auge sieht. Sie ist allen ihrer Mutterpflichten nachgekommen.
Natalja Potaptschuk war selbstverständlich nach dieser Diagnose enttäuscht. Doch schnell hat sie sich gefasst: „Jetzt weiß ich endlich, woran ich bin. Ich muss mich nun nicht mehr mit dem Gedanken herumquälen, ob Roman noch zu helfen wäre. Diese Ungewissheit hat mich krank gemacht. Jetzt findet meine Familie Ruhe!“
RomanRomanViel erlebt haben die beiden bei ihrem Aufenthalt in Bad Homburg. Vereinsmitglieder unternahmen Ausflüge nach Frankfurt ins Senckenbergmuseum, denn Roman ist trotz seiner Hyperaktivität ein an vielen Dingen sehr interessiertes Kind. Auch ein Besuch im Opel-Zoo (Bild rechts unten: Roman reitet auf einem Kamel) und im Freizeitpark Lochmühle (Bild rechts: Roman auf einer Riesenrutsche) stand auf dem Programm genauso wie ein Ausflug auf den Großen Feldberg, wo die beiden die großartige RomanAussicht genossen haben (Bild oben links). Ein Freund des Vermieters, wo Roman und Natalja gewohnt haben, hat Roman von Kopf bis Fuß neu eingekleidet. Auch der Verein hat den Jungen eingekleidet, denn neue Kleidung ist in Weißrussland nicht bezahlbar. Dick bepackt haben Natalja und Roman ihre Heimreise angetreten. „Ich bedanke mich bei allen Leuten in Bad Homburg, die diesen Aufenthalt für uns möglich gemacht haben“, sagte Natalja bei der Abfahrt des Busses in ihre radioaktiv verstrahlte Heimat.


24. Mai 2011: In Tscherikow wurden wichtige Dinge auf den Weg gebracht

JuliaFünf Tage waren Tanja und Michael Grüning von unserem Verein Ende April im Rahmen einer Erkundungsfahrt fast pausenlos in seinem Projektgebiet im weißrussischen Landkreis Tscherikow unterwegs und haben viele wichtige Dinge auf den Weg gebracht.

48 Stunden von Bad Homburg ins 2100 Kilometer entfernte Tscherikow sind eine sehr gute Zeit, die die beiden mit dem Vereinsbus benötigt haben, wenn man den 16-stündigen Grenzaufenthalt mit Kontrollen nach Weißrussland abzieht.
Der erste Weg führte ins Tscherikower Waisenhaus zu dessen Leiterin Swetlana Prozenko. Sie ist direkte Ansprechpartnerin des Bad Homburger Vereins. „Bis zum Jahr 2015 will Präsident Alexander Lukaschenko alle staatlichen Waisenhäuser schließen lassen“, berichtete Swetlana Prozenko. So sollen alle alle 35 000 Waisenkinder Weißrusslands adoptiert, in Pflegefamilien oder in von Tschernobylvereinen aus aller Welt finanzierten Familienwaisenhäusern untergebracht werden. Allein im Tscherikower Waisenhaus, das meist aus allen Nähten platzt, sind bis zu 60 Kinder untergebracht. Da für diese Anzahl nicht genügend Plätze vorhanden sind, verweilen die Kinder auch im örtlichen Krankenhaus. „Unser Staat hat kein Geld mehr für seine Waisenhäuser“, vermutet Swetlana Prozenko …   weiterlesen

Bildunterschrift: Julia (inks) aus dem Dorf Lubanovka war letztes Jahr zum Erholungsaufenthalt in Bad Homburg. Ihre Familie wurde bei der diesjährigen Erkundungsfahrt besucht und ein Brief der Paten übergeben. Alexandra(vorne rechts) kommt dieses Jahr nach Bad Homburg.


12. April 2011: Tscherikow am GAU-Gedenktag im Schatten von Fukushima

Vom 22. April bis 1. Mai fahren Tatjana und Michael Grüning in das von unserem Verein betreute Projektgebiet im weißrussischen Landkreis Tscherikow. Auf die beiden wartet ein umfangreiches Programm vor Ort, von dem drei Schwerpunkte hervorgehoben werden sollen: Noch nie waren Mitglieder des Vereins an einem Gedenktag zur Tschernobylkatastrophe vor Ort. Die Reise von Tatjana und Michael Grüning fällt in die Zeit zum 25. Jahrestag des Super-GAUs, durch den die Menschen in den betroffenen Gebieten – dazu zählt auch der Landkreis Tscherikow – bis heute zu leiden haben. Die radioaktive Verstrahlung ist nach wie vor existent und wirkt sich auf die Bevölkerung in vielfacher Hinsicht äußerst negativ aus. Auch ein Vierteljahrhundert nach der Katastrophe kommen Kinder krank zur Welt. Man kann daher nicht nur von den „Kindern von Tschernobyl“ sprechen, sondern mittlerweile sind es die „Enkel von Tschernobyl“, deren Lebensweg, was die Kinder im Projektgebiet des Vereins betrifft, in eine bessere Zukunft geleitet werden soll. Tatjana und Michael Grüning wollen erkunden, wie die betroffenen Menschen vor Ort mit dem Gedenktag umgehen und wie sie ihn gestalten.
Ein weiterer Schwerpunkt der Reise ist die Einladung der Kinder, die vom 9. bis 31. Juli zum Erholungsaufenthalt nach Bad Homburg kommen werden. In diesem Zusammenhang werden auch Patenkinder und deren Familien im Projektgebiet aufgesucht sowie Gespräche mit Schulleitern der Schulen in Tscherikow und einigen Dorfschulen sowie der Schulrätin geführt. Selbstverständlich wird das Tscherikower Waisenhaus mit ihrer Leiterin Swetlana Prozenko ebenso auf dem Besuchsplan stehen.
RomanÜber Swetlana Prozenko wurde der Verein auf das Schicksal des sechsjährigen Roman Potaptschuk (Bild) aufmerksam. Nach Angaben seiner Mutter soll der Junge auf dem rechten Auge plötzlich erblindet sein Zudem soll der Junge mit sechs Fingern an jeder Hand das Licht der Welt erblickt haben, was aber operativ korrigiert wurde. Außerdem ist sein Immunsystem geschwächt, ansonsten ist er aber auf dem normalen Stand der Entwicklung. Dem Verein liegen Roman Potaptschuks Krankenakten vor. Augenärzte der weißrussischen Hauptstadt Minsk haben der Mutter in Aussicht gestellt, dass der Junge im Ausland eine Chance hätte, das Augenlicht wiederzuerlangen, was medizinisch in Weißrussland nicht möglich sei. Unter den Paten des Vereins befindet sich auch eine Augenärztin aus Bad Homburg, die Verbindungen zu entsprechenden Spezialisten hat. Der Junge wird von Tatjana und Michael Grüning zusammen mit seiner Mutter im Mai für circa drei Wochen nach Bad Homburg eingeladen in der Hoffnung, die Chance, die der Minsker Augenspezialist in Aussicht gestellt hat, erfolgreich umsetzen zu können.


Eine Anmerkung zur Atomkatastrophe von Fukushima: Unser Verein hat selbstverständlich die Ereignisse in Japan genau verfolgt und sieht Parallelen zur Atomkatastrophe von Tschernobyl. Auch die Verantwortlichen in Japan sagen wie einst in der ehemaligen Sowjetunion nicht die ganze Wahrheit. Vertuschung, Verharmlosung und Strahlenmesswerte, mit denen sowieso kaum jemand etwas anfangen kann, die im Stundentakt widerrufen werden, waren bislang an der Tagesordnung. Zwar wurden die Leute in Fukushima aus einer 20- bis 30-Kilometer-Gefahrenzone evakuiert – das geschah in Tschernobyl erst nach über vier Jahren – doch die ersten Menschen kehren wieder in ihre Häuser zurück, wenn sie denn noch stehen. Besonders, wenn sich das radioaktive Element Cäsium -137 im Boden absetzt, ist die Gegend um das Atomkraftwerk auf Jahrzehnte kontaminiert, da die Halbwertzeit dieses Elements bei etwa 30 Jahren liegt. Im Landkreis Tscherikow gibt es 25 Jahre nach der Katastrophe immer noch Sperrgebiete, die nicht bewohnt werden dürfen. So werden die Japaner noch das vor sich haben, was die Menschen in Weißrussland, der Ukraine und Russland bereits hinter sich haben: Eine sehr lange Zeit mit der Radioaktivität leben mit allen Folgen, die damit verbunden sind. Erfahrungen damit haben die Japaner ja mit den Ereignissen von Hiroshima und Nagasaki.
Als bekannt wurde, dass die Strahlenwerte nach Fukushima durch Radionukleide (Cäsium -137) auch in Mitteleuropa erhöht seien (… "für die Bevölkerung besteht aber keine Gefahr" …) hat Michael Grüning das vereinseigene Strahlenmessgerät aktiviert. In der zwölften und 13. Kalenderwoche – 14 Tage nach der Katastrophe von Fukushima – wurden in Bad Homburg bis zu 0,4 Millisievert pro Stunde von ihm gemessen. Der normale Strahlenwert liegt in Bad Homburg ansonsten bei 0,07 bis 0,12 Millisievert pro Stunde.
Dass ein so deutlich angestiegener Wert gemessen wurde zeigt, dass radioaktive Partikel von Fukushima aus um die halbe Welt getragen wurden. Dies ist aber nicht vorstellbar aus einer Rauchsäule, wie man sie im Fernsehen gesehen hat. Vielmehr muss es eine Explosion gegeben haben, die die radioaktiven Partikel bis in die Atmosphäre geschleudert hat, von wo aus sie um die Welt getragen wurden. Das deutet aber auf eine Kernschmelze im Atomkraftwerk hin, so wie vor 25 Jahren im Block 4 des Kernkraftwerks von Tschernobyl, als die radioaktive Wolke bis auf 10 000 Meter Höhe geschleudert wurde. Erst einen Monat nach dem GAU in Fukushima bewertet die japanische Regierung die Katastrophe auf der höchsten Gefahrenstufe 7: Aus dem GAU wurde ein Super-GAU – so schlimm wie Tschernobyl. Die Informationspolitik der ehemaligen Sowjetunion lässt grüßen.


26. Februar 2011: 10.000 Euro vom Charity Day der Firma ICAP

Weltweit spenden bei ihrem Charity Day am zweiten Mittwoch im Dezember alle ICAP-Mitarbeiter in allen Niederlassungen der Welt ihre Tageseinnahmen für gute Zwecke. ICAP ist ein weltweit führender Wertpapier- und Derivatemakler mit Hauptsitz in London. Auch die ICAP-Niederlassung Deutschland in Frankfurt, wo sie seit vielen Jahren eine feste Größe an diesem europäischen Finanzzentrum ist, freute sich, am Charity Day Vertreter von verschiedenen Hilfsorganisationen aus dem Rhein-Main-Gebiet zu begrüßen. Unser Verein wurde zum vierten Mal in die ICAP-Niederlassung Frankfurt eingeladen.

ICAP-ScheckWie ein guter Freund kam ICAP-Geschäftsführer Robert T. Hempkin (3.v.r.) freudestrahlend ins Bad Homburger Kurhaus, wo er an Michael Grüning, Bettina Kaffenberger (2.v.l.) und Stephanie Grüning (r.) einen Scheck in Höhe von 10.000 Euro für unsere Arbeit überreichte. Vor der Scheckübergabe lud er die drei Vereinsmitglieder noch zu einem Kaffee oder Cappucino ein, lobte den ehrenamtlichen Einsatz der Vereinsmitglieder für die Kinder in seinem Projektgebiet und versprach, im Sommer beim Erholungsaufenthalt der Kinder aus dem Landkreis Tscherikow diese in der Bad Homburger Jugendherberge zu besuchen. Denn ein Großteil  dieser Spende wird in die Finanzierung der Kinderfreizeit, die vom 9. bis 30. Juli in Bad Homburg stattfindet, einfließen. 20 Kinder werden zusammen mit zwei Betreuerinnen erwartet.

Bereits zum vierten Mal hat die Firma ICAP unseren Verein mit einer großzügigen Spende bedacht. Und Robert T. Hempkin hat bereits bei der Scheckübergabe unseren Verein zum Charity Day 2011 im Dezember nach Frankfurt eingeladen.


21. Januar 2011: LOTTO Hessen übergibt symbolträchtig eine Spende an der Russischen Kirche

LOTTO-ScheckUnser Verein konnte sich ein weiteres Mal gleich zu Jahresbeginn über eine Spende freuen. Andreas Rehn, Bezirksleiter von LOTTO Hessen im Hochtaunuskreis, spendete 1000 Euro an unsere Institution.

Unseren Verein kennt LOTTO-Bezirksleiter Andreas Rehn schon eine Weile. Als überzeugtem Wahl-Bad Homburger stand daher fest, unsere Projekte fördern zu wollen. So konnten Michael Grüning (Mitte) und Bernd Ehmler (l.)  symbolträchtig vor der Russischen Kirche im Bad Homburger Kurpark den Scheck über 1000 Euro von Andreas Rehn (r.) in Empfang nehmen. „Er soll ein kleines Stück dazu beitragen, den Erholungsaufenthalt der Tschernobylkinder in diesem Jahr in Bad Homburg zu finanzieren“, so Andreas Rehn.

Den Spendenbetrag hatte LOTTO Hessen zur Verfügung gestellt. Grund war der besonders hohe Anteil an LOTTO-Verkaufsstellen im Betreuungsgebiet von Andreas Rehn, die im Rahmen des Qualitätssicherungsprogramms ausgezeichnet wurden. Dazu zählen die Bereiche Produktkenntnis, Kundenservice und Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen. Andreas Rehn hatte sich entschlossen, die Summe unserem Verein zu spenden.


14. Januar 2011: Väterchen Frost und Schneeflöckchen im Großeinsatz

Valentina („Wala“) und Andrej Baranow sind die zuverlässigen Mitarbeiter unseres Vereins in unserem Projektgebiet im weißrussischen Landkreis Tscherikow. Sie wohnen in Veremejky, 20 Kilometer von der Kreisstadt Tscherikow entfernt und betreuen in unserem Auftrag die Kinder, die im Patenschaftsprojekt aufgenommen sind. Das sind Kinder aus sozial schwachen Familien und Waisenkinder, die im örtlichen Waisenhaus in Tscherikow untergebracht sind.
Ein Bestandteil der letzten Weihnachtsaktion unseres Vereins war, alle Patenkinder und Kinder im Waisenhaus zu Weihnachten mit einem Weihnachtsgeschenk zu überraschen. Viele dieser Kinder haben noch nie in ihrem Leben ein Weihnachtsgeschenk bekommen, da die Eltern oftmals große Mühe haben, ihre Kinder auch nur annähernd mit dem Nötigsten zu versorgen. Viele Spender sind dem Aufruf des Vereins gefolgt, darunter auch die Bad Homburger Commerzbank-Filiale, die Anfang Dezember 2010 einen „Stollentag“ organsiert hatte, dessen Erlös speziell für Weihnachtsgeschenke an die entsprechenden Kinder eingesetzt werden sollte. Der andere Bestandteil der Weihnachtsaktion ist die Fertigstellung des Anbaus am Tscherikower Waisenhauses, worüber wir gesondert informieren möchte.
Die Geschenke wurden nicht von Bad Homburg nach Weißrussland geschickt, sondern wurden von Wala und Andrej vor Ort besorgt. Viel zu teuer wäre das Porto für fast 100 Päckchen oder gar ein Transport von Bad Homburg aus nach Tscherikow gewesen. Zudem hilft das Besorgen der Geschenke vor Ort der dortigen Wirtschaft.
So waren Wala und Andrej im ganzen Oblast (Verwaltungsbezirk) bis in dessen Bezirkshauptstadt Mogilow unterwegs, um Geschenke einzukaufen. Es wurden Steigen von Apfelsinen und Äpfeln gekauft und von den Verkäufern in Tscherikow, wo Wala und Andrej gut bekannt sind, wurden verdutzte Fragen gestellt wie: „Ist bei euch der Reichtum ausgebrochen? Was wollt ihr mit dem ganzen Obst?“ Obst und Gemüse sind in Weißrussland – wenn sie nicht gerade selbst in den nach wie vor radioaktiv verstrahlten Böden angebaut werden – genauso wie andere Lebensmittel wie Fleisch und Molkereiprodukte so teuer wie hierzulande. Nur mit dem Unterschied, dass ein Weißrusse im Tscherikower Gebiet um die 100 Euro im Monat verdient, wenn er denn Arbeit hat.
WalaZuhause bei Wala und Andrej in Veremejky wurden die Päckchen für die Kinder liebevoll gepackt. Neben Spielsachen für alle Kinder kamen auch besagte Apfelsinen und Äpfel sowie Süßigkeiten ins Paket.
Der 25. Dezember ist zwar auch ein Feiertag in Weißrussland, doch richtig gefeiert wird erst zum Jahreswechsel. Da treffen sich die Familien und Freunde und feiern ausgiebig. Vor dem großen Festmahl und dem Austausch der Geschenke geht es erst einmal in die Banja, in die weißrussische Sauna, um sich dort mit Birkenzweigen den Ballast des zurückliegenden Jahres auspeitschen zu lassen. Bei einigen Familien steht eine kleine Jolka – ein Tannenbaum, an dem viele bunte Lichter flackern. Vor dem Rathaus in Tscherikow steht ebenfalls eine riesige Jolka, die sogar das immer noch da stehende Lenin-Denkmal an Höhe weit überragt. Hier trifft sich in der Silvesternacht die Tscherikower Bevölkerung und begrüßt mit Wodka und Champansk rund um die Jolka das neue Jahr zu den Klängen einer Live-Band aus der Region. Vergessen ist für einen Moment die Tristesse des Alltags.
Doch dieses Bild trügt. Die meisten Menschen sitzen zu dieser Stunde in ihren Holzhäusern in dem sicheren Bewusstsein, dass sich an ihrer Situation – der Armut und der Hoffnungslosigkeit – ohnehin nichts ändern wird, es sei denn, zum schlechteren. Viele bekommen den Jahreswechsel gar nicht mit; die geleerten Wodkaflaschen sind stumme Zeugen für die Menschen, die in dem geleerten Inhalt nur noch die einzige Perspektive in ihrem Leben sehen. Das Schlimme daran ist, dass die Kinder diese Situationen oftmals miterleben und darunter leiden müssen.
Doch nun kommen Wala und Andrej ins Spiel. Während hierzulande die Kinder an den Weihnachtsmann beziehungsweise an das ChristkindVaeterchen FrostMaxim  glauben, so ist es in Weißrussland der Glaube an Deduschka Moros und an Snegurotschka – Väterchen Frost und Schneeflöckchen. So waren Andrej als Väterchen Frost und Wala als Schneeflöckchen im Landkreis Tscherikow unterwegs und haben allen vom Bad Homburger Verein betreuten Kindern ein Weihnachtsgeschenk vorbeigebracht.
Wie groß war die Freude! Das Leuchten der Augen der Kinder war für einen Moment stärker als die radioaktive Strahlung im Boden, die unter anderem von dem chemischen Element Caesium -137 ausgeht, das als radioaktives Isotop nach der Katastrophe von Tschernobyl im April 1986 in die Böden gelangte und dessen Halbwertzeit erst in vielen Jahren erreicht ist. Puppen, Baukästen, Tischfußballspiele, Süßigkeiten und Obst, Väterchen Frost und Schneeflöcken haben viel Freude in so manches Haus gebracht. Auch zu allen Kindern im Tscherikower Waisenhaus kamen im Auftrag des Bad Homburger Vereins Deduschka Moros und Snegurotschka. Dort sind mittlerweile auch die drei Geschwister Valentina, Alesia und Natascha gelandet. Ihre Mutter ist vor drei Jahren gestorben. Tagelang haben die drei Mädchen bei ihrer toten Mutter im Holzhaus in Retschitza ausgeharrt (wir berichteten). Sie gingen nicht mehr aus dem Haus und in die Schule, bis Nachbarn darauf aufmerksam wurden. Die Mutter lag auf dem Fußboden; die Kinder saßen drum herum und warteten, dass sie ihnen etwas zum Essen geben würde. Der Vater konnte später in Moskau ausfindig gemacht werden, wo er gutes Geld verdiente. Natürlich kam er sofort nach Retschitza, als er vom Tod seiner Frau erfahren hatte.
Die Kinder wurden im April 2008 in unser Patenschaftsprojekt aufgenommen. Bei Erkundungsfahrten haben Mitglieder des Vereins den Vater mit seinen drei Töchtern besucht.
Drei KinderDoch mit der neuen Situation konnte der Vater nicht umgehen. Immer öfter suchte er Trost bei seinem neuen destillierten Freund und vergaß darüber seine Töchter. Diese kamen deswegen zwischenzeitlich immer wieder mal ins Waisenhaus. Von Mitarbeitern dieser Institution erfuhr der Vater über ein Jahr lang psychologische Betreuung, um ihn wieder auf den rechten Weg zu bringen. Immer wieder versprach er, sich um seine Töchter zu kümmern, doch er hat es nicht gepackt. Nun wird ihm das Sorgerecht entzogen und es wird versucht, Valentina, Alesia und Natascha in Pflegefamilien unterzubringen. Die drei Kinder werden vom Bad Homburger Verein zum diesjährigen Erholungsaufenthalt in die Kurstadt eingeladen.

Bildunterschriften:

oben links: Wala Baranowa beim packen der Weihnachtsgeschenke für alle Paten- und Waisenkinder im Landkreis Tscherikow. Hinten liegen schon alle Spielzeuggeschenke bereit und Wala packt gerade die Tüten mit Obst.

Mitte links: Väterchen Frost und Schneeflöcken bringen Geschenke – gemalt von einem Kind im Waisenhaus der weißrussischen Stadt Msteslawl.

Mitte rechts: Dima aus Chaloblin freut sich über ein Tisch-Billardspiel.

unten links: Valentina, Alesia und Natascha (v.l.) freuen sich im Tscherikower Waisenhaus über Weihnachtsgeschenke. Sie hjarrten tagelang bei ihrer toten Mutter in Retschitza aus. Rechts im Bild ist Dima. Er war im Jahr 2009 zum Erholungsaufenthalt in Bad Homburg. Die drei Mädchen werden die Kurstadt noch kennenlernen.


9. Januar 2011: Data One-Winterschmaus: 1000 Euro für die Tschernobylkinder

Data OneDas in Saarbrücken ansässige IT-Unternehmen Data One hatte die Mitarbeiter der mehr als 170 Unternehmen auf den Saarbrücker Saarterrassen zum vorweihnachtlichen Winterschmaus eingeladen. Gemeinsam mit Kunden und Partnern von Data One bot sich den zahlreichen Gästen am Abend des 9. Dezember 2010 die Gelegenheit, sich in winterlicher Atmosphäre bei Glühwein, Gulaschsuppe und weiteren heißkalten Leckereien kennenzulernen. Der Erlös der Veranstaltung in Höhe von 1000 Euro kam unserem Verein zugute. „Ein rundum gelungenes Event“, so das zufriedene Fazit von Martin Sesar, Geschäftsführer der Data One sowie aller weiteren Gäste. Für das Data One-Team war es eine ganz persönliche Herzenssache, bei diesem gemeinsamen Abend die ehrenamtliche Arbeit des Bad Homburger Vereins zu unterstützen.

Den Erlös in Höhe von 1000 Euro haben Data One-Geschäftsführer Martin Sesar (r.) und Data One-Mitarbeiterin Kerstin Steffen (l.) am 4. Januar 2011 an Nicole Voigt (Mitte) von unserem Verein am Firmensitz in Saarbrücken in Form eines Schecks übergeben. Das Geld wird in die Realisierung unserer Weihnachtsaktion 2010, der Fertigstellung des Anbaus am Tscherikower Waisenhaus, in dem unter anderem das Psychologische Zentrum untergebracht werden soll, einfließen. Für weitere Informationen hierzu klicken Sie bitte  hier. Weitere Informationen zum Anbau finden Sie hier.


23. Dezember 2010: Fröhliches und Ernstes beim Tannenbaum-Event an der Saalburg

Tannenbaum-EventDas Weihnachtsbaum-Schlagen des Lions Clubs Bad Homburg-Hessenpark war auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg. Mit einem bunten und abwechslungseichen Programm für Erwachsene und Kinder lockte der Club zahlreiche Besucher an und konnte so etwas für den guten Zweck tun. In diesem Jahr kam der Erlös des Weihnachtsbaum-Schlagens unserem Verein zugute.
Zwischenzeitlich hatte nach strenger Kälte Tauwetter eingesetzt, doch an der Saalburg konnte man sich am Sonntag noch in einem vorweihnachtlichen Winter-Panorama zusammen mit dem Lions Club Bad Homburg-Hessenpark bei einem bunten und fröhlichen Programm auf das romantischste Fest des Jahres einstimmen. Der Club hatte an diesem 2. Adventstag Familien, Freunde, Bekannte und viele Gäste eingeladen, um sich bei Glühwein und leckeren kulinarischen Köstlichkeiten zu treffen. Die Erwachsenen trafen sich zum Plausch am knisternden Lagerfeuer, während die Kinder Kinderpunsch genießen konnten oder Stockbrot grillten. Im beheizten Zelt sorgte ein Kinder-Mitmach-Zaubertheater und ein reichhaltiges Animations-Programm für beste Unterhaltung der jüngsten Besucher die außerdem von einem Nikolaus jede Menge Geschenke bekamen. Ein weiterer Höhepunkt war eine atemberaubende Fahrt im Korb einer Teleskop-Arbeitsbühne in 35 Meter Höhe, die mit einem herrlichen Ausblick über die gesamte Region gekrönt wurde.
Tannebnbaum-EventHerzstück der Veranstaltung war auch in diesem Jahr der reich bestückte Weihnachtsbaum-Markt. Hier warteten frisch geschlagene Fichten, Blaufichten und Nordmanntannen in verschiedenen Größen auf ihre neuen Besitzer. Der Erlös aus dem Verkauf der Bäume, der Speisen und Getränke sowie der großen Tombola mit vielen attraktiven Preisen kommt den vom Lions Club Bad Homburg-Hessenpark unterstützten Kinder- und Jugendprojekten zugute. „In diesem Jahr haben wir den Verein ‚Patenschaften für Tschernobylkinder Bad Homburg’ ausgewählt“, erklärte der Präsident des Lions Clubs Bad Homburg Hessenpark, Stephan Haider. Die Schirmherrschaft über die Veranstaltung hatte Oberbürgermeister Michael Korwisi übernommen. Schon am Mittag waren alle Parkplätze an der Saalburg belegt. In Vorahnung dessen hatten die Lions einen Shuttle-Service vom Parkplatz des Golf-Clubs zur Saalburg eingerichtet.
Bad Homburgs Oberbürgermeister Michael Korwisi hatte die Schirmherrschaft gerne übernommen, gehen die Erlöse doch an den Verein in Bad Homburg, der sich um Waisenkinder und Kinder aus sozial schwachen Familien im heute noch nach dem GAU von Tschernobyl im April 1986 radioaktiv verseuchten weißrussischen Landkreis Tscherikow kümmert. „Der Verein ‚Patenschaften für Tschernobylkinder’ liegt mir sehr am Herzen“, erklärte Korwisi. Er lobte das Engagement der Lions und betonte, dass der Einsatz für die Leidtragenden der Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl aus dem Jahre 1986 nicht zurückgehen dürfe.
Michael mit OB KorwisiLions-Pressewart Ralf Kissau begrüßte zu Beginn der Veranstaltung den Oberbürgermeister und den 1. Vorsitzenden des Vereins, Michael Grüning, und so wurde es beim Auftakt der heiteren Veranstaltung zunächst einmal sehr ernst. Denn der Oberbürgermeister berichtete in seinem Grußwort über seine Erlebnisse, als das Kernkraftwerk Tschernobyl explodierte: „Tschernobyl ist das schlimmste Beispiel gegen die Atomkraft. Es war eine dramatische Zeit. Ich war damals Hobbygärtner. Als das Kernkraftwerk am 26. April 1986 explodierte, war ich eigentlich draußen in meinem Garten. Doch das konnte ich nun nicht mehr. Für mich war es eine bedrückende Zeit. Im Sommer waren auf Einladung des Vereins ‚Patenschaften für Tschernobylkinder Bad Homburg’ 20 Kinder aus dem weißrussischen Landkreis Tscherikow zum Erholungsaufenthalt in Bad Homburg. Ich habe diese Kinder kennengelernt und erfahren müssen, dass die Menschen aus der Region, wo diese Kinder herkommen, in Zuständen leben müssen, die für uns unfassbar sind. Ich danke dem Verein für sein Engagement und auch dem Lions Club Bad Homburg-Hessenpark, dass sie diesen Verein mit ihrer Veranstaltung unterstützen.“ Weiter meinte das Stadtoberhaupt: „Hier sieht man ganz deutlich, dass Kerntechnologie keine Zukunft hat, es ist eine gefährliche Technologie. Allein für den Atommüll gibt es in Deutschland bisher kein sicheres Endlager.“
Michael Grüning berichtete vom Leben im Landkreis Tscherikow vor und nach dem GAU. „Im Landkreis Tscherikow haben viele Bürger der ehemaligen Sowjetunion Urlaub gemacht, vor allem die Großstädter aus Minsk. Dieses Gebiet gehörte einst auch zur ‚Kornkammer der Sowjetunion’. Doch nach dem Reaktorunglück herrschen bei den Menschen dort bitterste Armut, Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit sowie hohe Arbeitslosigkeit. Es ist eine sterbende Region. Wir kümmern uns hauptsächlich um die Kinder, damit sie unter anderem eine gute Schulausbildung bekommen und damit sie in anderen Regionen des Landes eine bessere Zukunft haben.“
Zum vierten Mal hatte der Lions Club Bad Homburg-Hessenpark seinen Weihnachtsbaum-Event an der Saalburg veranstaltet, zu dem 800 Besucher kamen – so viele wie noch nie.

Bildunterschriften:

oben links: Viele Besucher kamen an die Saalburg zum Tannenbaum-Event des Lions Clubs Bad Homburg-Hessenpark, um sich eine frisch geschlagene Tanne zu Weihnachten zu besorgen. Der Erlös daraus kam unserem Verein zugute.

Mitte: Viele Besucher wärmten sich bei Stockbrot am Lagerfeuer, bevor sie sich einen Weihnachtsbaum aussuchten.

unten links: Bad Homburgs Oberbürgermeister Michael Korwisi (r.) als Schirmherr des Tannenbaum-Events des Lions Clubs Bad Homburg-Hessenpark an der Saalburg im Gespräch mit dem 1. Vorsitzenden des Vereins „Patenschaften für Tschernobylkinder Bad Homburg“, Michael Grüning.


11. Dezember 2010:

Schicksale der Tschernobylkinder motivieren einen Bundesligatrainer und einen Schauspieler

GruppenfotoUnterschriftenBörsianer kennt man als gewinnorientierte Wesen, für die nur kaufen und verkaufen gilt. Dieses Klischee widerlegt der weltweit führenden Wertpapier- und Derivatemakler ICAP mit Hauptsitz in London auf eindrucksvolle Weise. Denn einmal im Jahr, immer am zweiten Mittwoch im Dezember, freuen sich die Mitarbeiter auf ihren Charity Day. Da spenden weltweit alle ICAP-Mitarbeiter in allen Niederlassungen der Welt ihre Tageseinnahmen für gute Zwecke. Auch die ICAP-Niederlassung in Frankfurt, wo die ICAP Gruppe Deutschland seit vielen Jahren eine feste Größe an diesem europäischen Finanzzentrum ist, freute sich, am Charity Day Vertreter von verschiedenen Hilfsorganisationen aus dem Rhein-Main-Gebiet einzuladen. Eine der Hilfsorganistationen, die ICAP an diesem Tag unterstützt, ist der Bad Homburger Verein „Patenschaften für Tschernobylkinder Bad Homburg“. In diesem Jahr wurde der Verein bereits zum vierten Mal bei ICAP eingeladen.
Zum Charity Day werden jedes Jahr prominente Persönlichkeiten eingeladen, die diese Aktion zugunsten der Hilfsorganisationen unterstüzen. In diesem Jahr kamen der deutsche Schauspieler, Produzent, Drehbuchautor und Filmregisseur Claude-Oliver Rudolph sowie der Trainer der Frankfurter Eintracht Michael Skibbe zusammen mit den Spielern Patrick Ochs und Maik Franz. Skibbe lächelte mit Rudolph um die Wette und beide freuten sich, beim Charity Day dabei zu sein. „Ich bin beeindruckt als ich die Zahlen gehört habe, die letztes Jahr beim ICAP Charity Day zusammenkamen“, sagte Michael Skibbe, als er von ICAP-Geschäftsführer Robert T. Hempkin die Summe von zwölf Millionen Euro weltweit im letzten Jahr erfuhr. Claude-Oliver Rudolph hingegen meinte: „Ich schreibe Drehbücher und habe gar kein Geld für die Börse. Von den Banken will ich Geld, um Filme zu machen.“
Patrick OchsRudolph liestMichael Skibbe und Claude-Oliver Rudolph nahmen sich Zeit, um sich sich über die Arbeit des Vereins „Patenschaften für Tschernobylkinder Bad Homburg“ zu informieren. Beide waren über die Tschernobylkatastrophe vom 26. April 1986 recht gut informiert, zeigten sich aber betroffen von den heutigen Lebensbedingungen der Menschen in dem vom Verein betreuten, besonders stark betroffenen weißrussischen Landkreis Tscherikow. Claude-Oliver Rudolph las aufmerksam die Informationsbroschüre des Vereins durch und beide, der Bundesligatrainer als auch der bekannte Schauspieler, zeigten sich von den nächsten Zielen des Vereins – die Fertigstellung des Anbaus am Tscherikower Waisenhaus, in dem das Pschologische Zentrum untergebracht werden soll als auch die Errichtung eines Familienwaisenhauses – sehr beeindruckt. Skibbe und Rudolph stellten viele nachdenkliche Fragen an den 1. Vorsitzenden des Bad Homburger Vereins, Michael Grüning, und an Vereinsmitglied Bernd Ehmler.
Michael SkibbeClaude-Oliver RudolphMotiviert von den Informationen griffen Claude-Oliver Rudolph und Michael Skibbe als auch die beiden Eintracht-Spieler zu den Telefonen der ICAP-Finanzspezialisten, um Händler zu größeren Geschäften zu motivieren. Sie erklärten ihnen, warum sie am Telefon waren und für welchen Zweck sie verfolgen.
ICAP-Geschäftsführer Robert T. Hempkin, der am Charity Day ausgelassen als „Urbayer“ in Lederhosen die Umsätze verfolgte und eifrig mithandelete, zeigte sich zufrieden: „Man spürt auch bei uns: Die Finanzkrise ist vorbei. Was die Umsätze betrifft, sieht es heute gar nicht so schlecht aus. Ich denke, wir können den Hilfsorginasationen, die wir an unserem Charity Day hier in unserer Niederlassung in Frankfurt eingeladen haben, wieder ordentlich unterstützen.“
Robert T. Hempkin besuchte im Sommer die 20-köpfige Kindergruppe aus dem Landkreis Tscherikow, die vom Verein „Patenschaften für Tschernobylkinder Bad Homburg“ zu einem dreiwöchigen Erholungsaufenthalt in der Kurstadt in der dortigen Jugendherberge untergebracht waren. Er zeigte sich sehr beeindruckt und lud den Verein bereits zu diesem Zeitpunkt zum kommenden Charity-Day ein. Ein Großteil der Spendengelder vom ICAP Charity-Day 2009 wurde für diese Kinderfreizeit verwendet.

ICAP-TeamBildunterschriften:

Oben links: Der Trainer der Frankfurter Eintracht Michael Skibbe (2.v.r.) und Schauspieler Claude-Oliver Rudolph (r.) mit Michael Grüning (l.) und Bernd Ehmler (2.v.l.).
Oben rechts: Michael Skibbe und Claude-Oliver Rudolph signierten die Vereinsbroschüre.
Mitte links: Eintracht Frankfurt-Profi Patrick Ochs (l.) mit Michael Grüning.
Mitte rechts: Claude-Oliver Rudolph liest aufmerksam die aktuelle Information unseres Vereins, die er auf dem Bild oben links in der Hand hält.
Unten links: Michael Skibbe und Bernd Ehmler.
Unten rechts: Michael Grüning im Gespräch mit Claude-Oliver Rudolph.
Bild links: Die ICAP-Geschäftsleitung (rechts Robert T. Hempkin) mit ihren prominenten Gästen beim Charity Day 2010 in der Frankfurter Niederlassung.


3. Dezember 2010: Christstollen für Waisenkinder

CommerzbankDie Commerzbank-Filiale in der Bad Homburger Louisenstraße hatte zu einem „Stollentag“ zu Beginn der Adventszeit eingeladen. Die Aktion wurde unter dem Motto „Christstollen für kleine Engel – für die Kinder von Tschernobyl“ durchgeführt. Kunden des Geldinstituts als auch Besucher hatten dabei die Gelegenheit, für die Kinder aus der Tschernobylregion im weißrussischen Landkreis Tscherikow zu spenden. Ein vier Meter langer Weihnachtsstollen wurde zu Beginn vom Teamleiter Fachberatung Finanzierung Martin Stahl, der Filialleiterin Dr. Annegret Wagner, dem Teamleiter der Bad Homburger Filiale Ralph Berchtold und von der Private Banking-Beraterin Marianne Müller zusammen mit Bernd Ehmler von Verein „Patenschaften für Tschernobylkinder Bad Homburg“ (v.l.) angeschnitten. Die Einnahmen aus dem Stollentag werden an unseren Verein übergeben, der davon Weihnachtsgeschenke für über 60 Waisenhauskinder in Tscherikow besorgen wird, die von seinen Mitarbeitern vor Ort rechtzeitig übergeben werden.


27. November 2010: Weihnachtsaktion für große Ziele unseres Vereins

Für unseren Verein steht bei der diesjährigen Weihnachtsaktion die Fertigstellung des Psychologischen Zentrums, einem Anbau am Tscherikower Waisenhaus, und die Realisierung eines Familienwaisenhauses im Vordergrund. Darüber hinaus wollen wir auf vielfachen Wunsch der Paten ihren Patenkindern Weihnachtspäckchen zukommen lassen. Alle Waisenkinder im Tscherikower Waisenhaus sollen ebenfalls ein Weihnachtspäckchen erhalten. Somit kann über 100 Kindern im Landkreis Tscherikow zu Weihnachten eine Freude gemacht werden. Die Präsente werden von unseren „Außendienstmitarbeitern“ Valentina und Andrej Baranow vor Ort besorgt und liebevoll verpackt werden. Pakete von Deutschland nach Weißrussland zu schicken ist immer ein Risiko, da man nie genau weiß, ob die Pakete vollständig oder überhaupt ankommen. Zudem ist das Porto oft teurer als der Inhalt des Pakets. Unterstützt werden wir für diese Ziele in diesem Jahr von einigen Institutionen und Firmen wie zum Beispiel dem Lions Club Bad Homburg-Hessenpark, der Firma Data One in Saarbrücken, der Commerzbank-Filiale in Bad Homburg (siehe Aktion am 30. November 2010) und hoffentlich von sehr vielen Spendern, die unsere Vorhaben Wirklichkeit werden lassen wollen.
Laut einem aktuellen Bericht von UNICEF gibt es in Weißrussland über 32.000 Waisen und Kinder ohne elterliche Fürsorge. Über 15.000 Kinder befinden sich in staatlichen öffentlichen Einrichtungen. Über 80 Prozent sind es nicht Kinder, deren Eltern gestorben sind, sondern „soziale Waisen“ – Kinder, die Eltern haben, die aber nicht in der Lage oder nicht willens sind, sich um sie zu kümmern. Nachdenklich machende Erfahrungen besagen, dass etwa die Hälfte dieser Kinder nach dem Ablauf der Vormundschaft seitens des Staats keinen Platz im Leben findet. Die Lage wird weder durch soziale Vergünstigungen noch durch staatliche Zuschüsse verbessert. Nachdem viele Waisen volljährig geworden sind, wiederholt sich das Schicksal ihrer Eltern bei ihnen.
Das Projekt „Familienwaisenhaus“ unseres Vereins zielt auf die Unterstützung von Waisen und gefährdeten Kindern in seinem Projektgebiet im weißrussischen Landkreis Tscherikow. Dabei hat unser Verein die Reduzierung der Zahl der Kinder in staatlichen Waisenhäusern sowie die Erhöhung der Zahl der Kinder, die wieder in ihren Familien oder in einer familiären Umgebung untergebracht werden, im Blick.
In Weißrussland gibt es derzeit 27 Familienwaisenhäuser, die auch von ausländischen Hilfsorganisationen errichtet wurden. Zurzeit werden dort 237 Kinder erzogen. Die Hauptrichtung im Rahmen dieses Projekts sind humanitäre Hilfe, psychologische Rehabilitation und juristische Unterstützung der Kinder, Berufsorientierung sowie Teilnahme an Kultur- und Sportveranstaltungen. In einem Familienwaisenhaus werden bis zu acht Kinder untergebracht, die bei einem pädagogisch ausgebildetem Ehepaar in einem familiengleichen Umfeld erzogen werden. Dort fühlen sich die Kinder geliebt und umsorgt. Diese Art von Waisenhäusern betrachten die Kinder als ihre Heimat.
Derzeit sind wir auf der Suche nach einer brauchbaren Immobilie, die entsprechend den Bedürfnissen aus- und umgebaut werden wird. Rund 80.000 Euro wird dieses Vorhaben kosten.
alesiaDas Waisenhaus in Tscherikow, das von unsunterstützt wird, ist ein Durchgangs-Waisenhaus, in dem maximal 62 Kinder Platz finden. In der Regel sind es meist mehr Kinder, die dann im örtlichen Krankenhaus untergebracht werden. In dieses Waisenhaus kommen die Kinder für etwa ein halbes Jahr. In dieser Zeit wird versucht, den Eltern psychologische Unterstützung mit Rat und Tat zu geben, damit sie sich wieder fangen und die Kinder bei ihnen leben können. Gelingt das nicht, kommen die Kinder nach dieser Zeit in ein staatliches Waisenhaus irgendwo im Lande.
In diesem Zusammenhang ist neben einer Projektpatenschaft, die wir anbieten, die vielen Familien von betroffenen Kindern hilft, der Anbau am Waisenhaus für uns von großer Bedeutung. In dem Gebäude, das mit Spendengeldern saniert wird, soll unter anderem das Psychologische Zentrum untergebracht werden, in dem „problematische Familien“ und Familien, die sozial ins Abseits gerutscht sind, wieder auf den „richtigen Weg“ gebracht werden. Geleitet wird diese Abteilung durch geschultes Personal. Dass diese Mitarbeiter ihre schwierige aber sehr wichtige Aufgabe mit aller Ernsthaftigkeit durchführen können, davon konnten sich Vereinsmitglieder vor Ort selbst überzeugen. Deshalb soll der Innenausbau des Gebäudes, der sich noch im Rohzustand befindet, schnellstmöglich fertiggestellt werden, damit das Psychologische Zentrum seine wichtige Arbeit aufnehmen kann und dadurch verhindert wird, dass sich vor allem so viele Kinder aus Verzweiflung das Leben nehmen. Außerdem bietet das Gebäude vier weitere Wohneinheiten für Waisenkinder.
Wir möchten weitere Spendengelder sammeln, damit das Gebäude so schnell wie möglich fertiggestellt und seiner Bestimmung übergeben werden kann.
Alesia in Bad Homburgbericht alesiaDass die psychologische Betreuung von Eltern zum Erfolg führen kann, zeigt das Beispiel der zehnjährigen Alesia aus Tscherikow, die Paten in Bad Homburg hat. Michael Grüning, der 1. Vorsitzende des Vereins, und die Vereinsmitglieder Ute Hansmann, Stephanie Grüning und Bernd Ehmler haben das Kind im April 2010 im Rahmen einer Erkundungsfahrt im Tscherikower Waisenhaus kennengelernt (Bild oben links. Neben ihr steht Ira, die auch in Bad Homburg zum Erholungsaufenthalt war und ein Hörgerät erhalten hat. Rechts ist Julia zu sehen). Alesia wurde ihren Eltern von Amts wegen weggenommen, weil sie sie haben verwahrlosen lassen. Alesia wurde von uns zum Erholungsaufenthalt nach Bad Homburg eingeladen, wo sie sich prächtig erholte. (Bild unten links: Alesia mit ihren Bad Homburger Paten). Auf dem Weg durch den Bad Homburger Kurpark Richtung Seedammbad konnte man einem ernsten Gespräch lauschen, das Alesia mit ihrer Freundin Kristina führte: „Wenn wir wieder Zuhause sind, kommst Du dann ins Waisenhaus oder zu Deiner Mama?“, fragte Kristina Alesia. „Ich weiß es nicht“, antwortete Alesia betrübt, „ich glaube nicht, dass ich noch mal zu meiner Mama zurück kann.“
Kann sie doch! Dank der psychologischen Betreuung durch das Personal des Waisenhauses haben Alesias Mutter Elena Antonenko und ihr Vater Stanislaw Prodoljakin „die Kurve gekriegt“. Elena Antonenko hat sich sogar an eine Tscherikower Zeitung gewandt und sich in einem Artikel für die psychologische Betreuung und beim Bad Homburger Verein bedankt, der auch mit Bild veröffentlicht wurde. (Bild rechts: Zeitungsartikel, in dem sich Alesias Mutter in einer Tscherikower Zeitung über die psychologische Beratung des Waisenhauses und bei unserem Verein bedankt – Titel des Artikels: "Ich gebe Dich niemals wieder weg!")


25. Oktober 2010: Michael Grüning erhält Bürgerpreis

BuergerpreisMichael Grüning (2.v.l.) hat den mit insgesamt 5000 Euro dotierten Bürgerpreis der Taunus-Sparkasse in der Kategorie „Alltagshelden“ erhalten. Die Preisübergabe erfolgte im Landratsamt des Main-Taunus-Kreises in Hofheim durch die Landräte Berthold Gall (Main-Taunus-Kreis, rechts) und Ulrich Krebs (Hochtaunuskreis, links) sowie dem Vorstandsvorsitzenden der Taunus-Sparkasse, Hans-Dieter Homberg (2.v.r.). Landrat Ulrich Krebs würdigte das ehrenamtliche Engagement Michael Grünings und hob hervor, dass er seit 14 Jahren Hilfstransporte in die Tschernobylregion im weißrussischen Landkreis Tscherikow durchführt und als 1. Vorsitzender des Vereins „Patenschaften für Tschernobylkinder Bad Homburg“ Schulen im Landkreis Tscherikow sowie das Waisenhaus in Tscherikow unterstützt, Kinderfreizeiten organisiert und durchführt sowie das Patenschaftsprojekt für sozial benachteiligte Kinder aus dem weißrussischen Landkreis ins Leben gerufen hat. „Das persönliche Engagement des Kfz-Meisters aus Bad Homburg umfasst cirka 90 Stunden im Monat“, bemerkte der Landrat.
Unter dem Motto „Retten, helfen, Chancen schenken“ wurden Personen, Projekte und Unternehmen aus der Region ausgezeichnet, die Menschenleben retten, Mitmenschen helfen und Benachteiligten Chancen zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben eröffnen. Mit dem Bürgerpreis honoriert die Taunus-Sparkasse ehrenamtliches Engagement und verhilft besonderem Einsatz zu einer Öffentlichkeit und Wertschätzung, die er sonst nicht bekäme. Denn gerade auf lokaler Ebene setzen sich Freiwillige oft von der Öffentlichkeit unbemerkt für die Gemeinschaft ein – zum Beispiel in der Freiwilligen Feuerwehr, im Katastrophenschutz, im Rettungsdienst oder der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft.  Auch bei der Unterstützung Hilfsbedürftiger wie behinderter, kranker oder sozial benachteiligter Menschen sind freiwillige Helden gefragt. „Mit ihrem Einsatz unterstützen sie andere und schenken ihnen dadurch die Chance auf gesellschaftliche Teilhabe und ein vielfältigeres Leben. Solche Menschen sucht die Taunus-Sparkasse“, so Hans-Dieter Homberg. „Mit unserem Bürgerpreis und dem damit verbundenen Preisgeld von insgesamt 5000 Euro honorieren wir ehrenamtliches Engagement“, so Homberg abschließend.


18. September 2010: Anja hat ihre neue Brille

Die zwölfjährige Anja Schupegina aus dem Dorf Weremejki war eins von 20 Kindern, das im Sommer zur Kinderfreizeit in Bad Homburg war. Wir haben festgestellt, dass sie stark blinzelte, sodass der Verdacht nahe lag, dass sie schlecht sieht. Kurz vor der Rückreise der Kindergruppe war Michael Grüning mit Anja beim Optiker Claus Krell, der schon Jahre zuvor bei den Kindern Anjas Brilleaus dem Landkreis Tscherikow kostenlos die Augen untersucht hatte. Schnell stellte sich heraus, dass Anja unter starker Kurzsichtigkeit  (-6 Dioptrien) leidet. So steht fest, dass auch Anja in der Schule zwar alles mitbekommt, aber nicht lesen kann, was vorne an der Tafel steht. Anja durfte sich im Optikergeschäft Claus Krell kostenlos ein Brillengestell aussuchen, die Gläser kamen kostenlos dazu. Die Brille war bei Anjas Rückreise allerdings noch nicht fertig.

AnjaPünktlich zum Schulanfang in Weißrussland, der dort immer am 1. September ist, hat Anja ihre Brille erhalten. Michail Kaslowski von unserem Partnerverein "Hoffnung für die Zukunft" in Minsk war wie versprochen Ende August 2010 in Bad Homburg bei Michael Grüning zu Besuch, der die fertige Brille mittlerweile vom Optiker Claus Krell erhalten hatte. Michail Kaslowski nahm die Brille mit nach Minsk, von wo aus er sie nach Weremejki an unsere Mitarbeiterin Wala Baranowa geschickt hatte.  Für Anja Schupegina war der Weg nicht weit, kommt sie doch aus dem selben Ort. Wala hat die Brille in ihrer Wohnung an Anja übergeben (Bild links). Groß war die Freude des Mädchens, dass es tatsächlich die Brille war, die sie sich in Bad Homburg ausgesucht hatte und dass sie jetzt alles klar und deutlich erkennen kann. Übrigens hat Anja auf den beiden Bildern Kleidung an, die sie über unseren Verein bei der Kinderfreizeit im Rahmen der Einkleidung der Kinder erhalten hatte.

Weitere Informationen auf der Seite "Ira hört und Anja sieht wieder".


9. August 2010: 20 Kinder aus dem Landkreis Tscherikow waren drei Wochen in Bad Homburg

Drei Wochen  Erholungsaufenthalt für die 20 Tschernobylkinder aus dem weißrussischen Landkreis Tscherikow sind zu Ende. Mit großartigen Eindrücken und vielen spannenden Erlebnissen sowie vollgepackten Taschen und Koffern haben sie ihre Heimreise angetreten. Eine Diashow mit Eindrücken von der Kinderfreizeit finden Sie im Menü "Kinderfreizeit"-> "Kinderfreizeit 2010").
KinderfreizeitKamen einige Kinder mit einer Tüte, in der sich eine Unterhose für drei Wochen Aufenthalt befand, in Bad Homburg an, so sind sie dick bepackt mit Kleidung und Schuhen für alle Jahreszeiten wieder nach Hause gefahren. Dafür haben viele Sponsoren sowie der einladende Verein „Patenschaften für Tschernobylkinder Bad Homburg“ gesorgt. Bei ihrer Ankunft wurden alle Kinder, die allesamt aus ärmlichen und üblen Verhältnissen stammen, vom Verein komplett eingekleidet. Der Deutsche Frauenring Bad Homburg versorgte die Kinder mit hochwertigen Winterjacken, Jacken und Regenjacken steuerte auch das Deutsche Rote Kreuz Neu-Anspach bei. Die Niederlassung Rosbach des Handelskonzerns REWE hatte die Kinder zum Anfang mit Hygieneartikeln versorgt. Außerdem stellte REWE für die 20 Kinder und ihre beiden weißrussischen Betreuer kostenlos Getränke und Obst während des dreiwöchigen Aufenthalts zur Verfügung. Darüber hinaus waren die Kinder auf dem REWE-Family-Tag auf dem Frankfurter Messegelände als „ViPs“ eingeladen, wo sie nach Herzenslust essen und trinken konnten, was sie mochten. Auf der Showbühne erhielt der Verein einen Scheck über 1000 Euro für seine Arbeit und der 13-jährige Dima konnte vor einem tausendfachen Publikum sein Gesangstalent präsentieren. REWE-Werbechefin Conny Schätzel besuchte die Kinder in der Bad Homburger Jugendherberge, wo sie in den drei Wochen untergebracht waren, und zeigte sich von der ehrenamtlichen Arbeit des Vereins beeindruckt, sodass eine weitere Unterstützung seitens REWE in Aussicht gestellt wurde.
Der Lions Club Bad Homburg Hessenpark, der auch die Kontakte zu REWE vermittelte, sorgte für viel Spaß bei den Kindern, denn er lud die Kinder in den Basa-Kletterpark nach Usingen und in einen Indoor-Spielplatz nach Bad Vilbel ein. Außerdem organisierten die Lions zusammen mit Fraport eine Rundfahrt auf dem Frankfurter Flughafen.
Die Feuerwehr in Wiesbaden hatte die Kinder zu einem unvergesslichen Tag eingeladen. Auf der Drehleiter hatten sie einen großartigen Blick über Wiesbaden. Höhepunkt war eine Fahrt mit dem Löschboot auf dem Rhein mit Bedienung der Löschkanone.
Spannend war es für die Kinder bei der Landesreiterstaffel und bei der Wasserschutzpolizei in Frankfurt. Die Landesreiterstaffel demonstrierte die Gelassenheit der Pferde: Ein Polizeijeep mit Martinshorn sauste in voller Fahrt an den Pferden vorbei, vollzog 180-Grad-Kehrtwenden und flitze wieder an den Pferden mit ihren Reitern vorbei, die dem Treiben gelassen zugesehen haben. Auch die Schüsse aus der Schreckschusspistole brachten die Pferde nicht durcheinander. Viel Spaß hatten die Kinder, als sie (gesicherten) Sprengstoff verstecken sollte, den ein Sprengstoffhund in kürzester Zeit erschnüffelte. Auch der speziell ausgebildete Rauschgifthund fand seine „Beute“ schnell. Auch den Schutzhund fanden nicht nur die Kinder beeindruckend: Auf Kommando brachte er einen „Täter“ in Schutzkleidung schnell zur Strecke.  Auf dem Boot der Wasserschutzpolizei konnten die Kinder auf dem Main vor der beeindruckenden Silhouette der Frankfurter Skyline genießen und das Polizeiboot selbst einmal steuern, bevor sie sich mit Leckerem vom Grill satt essen konnten.
AlesiaDie International Police Association (IPA) lud die Kinder zu einer Fahrt mit dem Polizeibus nach Rüdesheim ein. Mit der Seilbahn ging es hinauf zum Niederwalddenkmal, wo die Kinder und die Betreuer einen tollen Blick über das Rheintal hat, das hier an diesem Abschnitt zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Nach einem Besuch in der Vogelwarte am Niederwalddenkmal, wo die Kinder vom Habicht bis zum Seeadler allerlei Greifvögel bei einer Führung kennenlernen konnten, ging es mit dem Sessellift hinunter nach Aßmannshausen, wo die Kinder von der IPA zum Mittagessen eingeladen wurden. Hier hatten die Kinder Gelegenheit, Ansichtskarten nach Hause zu schreiben. Auf dem Rückweg nach Bad Homburg wurde in Bad Soden noch ein Zwischenstop zum Eisessen eingelegt. Den Einsatz des Polizeibusses samt Fahrer für die Tschernobylkinder hat der hessische Innenminister Volker Bouffier genehmigt. Des Weiteren haben zwei Busunternehmen kostenlos Reisebusse mit Fahrer dem Verein „Patenschaften für Tschernobylkinder Bad Homburg“ zur Verfügung gestellt. So konnten die Kinder zum einen zur Reiterstaffel und zur Wasserschutzpolizei nach Frankfurt transportiert werden als auch zum Taunus-Wunderland bei Bad Schwalbach. Der RMV hatte dem verein für die Kinder kostenlose Tickets für Bus, U- und S-Bahn zur Verfügung gestellt.
Das Taunus-Wunderland als auch der Freizeitpark Lochmühle haben die Kinder zum kostenfreien Eintritt eingeladen. Die Kinder kennen in ihrer Heimat solche Freizeitparks nicht und da versteht es sich von selbst, welchen Riesenspaß sie dort hatten. Kostenfreien Eintritt gewährte auch das Seedammbad während des dreiwöchigen Aufenthalts für die Kinder. Außerdem vermittelte die Stadt Besuche bei der Stadtranderholung der AWO am Peter-Schall-Haus. Hier hatten die weißrussischen Kinder zwei Mal Gelegenheit, zusammen mit Bad Homburger Kindern zu spielen und zu basteln. Diese Begegnungen kamen sehr gut an und sollen im nächsten Jahr fortgeführt werden.
WasserachterbahnEinige Leute, die die Kindergruppe beispielsweise beim Spaziergang in der Louisenstraße trafen, gaben spontan Spendengelder. Eine Frau hatte 70 Euro für die Kinder gegeben. In den drei Wochen hatten einige Paten Gelegenheit, „ihre“ Kinder in Bad Homburg kennenzulernen. So kam eine Patin bis aus München angereist, um ihr Patenkind Maxim aus dem radioaktiv belasteten Dorf Lubanovka kennenzulernen. Eine weitzere Patin reiste mehrmals aus Wiesbaden an, um „ihre“ Kristina zu sehen. Einige Paten haben an Wochende ihr Patenkind zu sich nach Hause eingeladen. Es ist immer ein spannender und aufregender Moment für die Paten, wenn sie zum ersten Mal das Kind, welches sie über den Verein „Patenschaften für Tschernobylkinder Bad Homburg“ unterstützen, sehen. Es gibt kaum Hilfsorganisationen, die die Patenkinder in das Heimatland der Paten holt, wo sie gemeinsam Unternehmungen machen und spannende Dinge erleben können.
So war denn auch der Abschiedsabend in der Jugendherberge gut mit Paten und Sponsoren besucht. Die Kinder verabschiedeten sich mit einer tollen Vorstellung aus Liedstücken, Tänzen und einem auf deutsch gesprochenen Theaterstück, das sie in den drei Wochen in Bad Homburg eingeübt haben.
Die Kinder haben sich in der Kurstadt prächtig erholt. Jedes Kind hat gewichtsmäßig ordentlich zugelegt. Einige Kinder kamen zum ersten Mal mit Fleisch in Berührung; ein Kind hat sich nicht getraut, welches zu essen. Als sie gemerkt haben, wie gut es schmeckt, haben sie ordentlich zugeschlagen. Es war eine Freude zuzusehen, mit welchem Heißhunger sie alles gegessen haben, was ihnen angeboten wurde. Manchmal waren es drei Teller voll und danach wurde noch ordentlich Obst gegessen.
Diese Zeiten werden für die meisten Kinder nun vorbei sein. Viele werden erst wieder eine ordentliche Mahlzeit bekommen, wenn die Schule wieder beginnt, denn dort gibt es einmal am Tag eine warme Mahlzeit. Und das ist in Weißrussland am 1. September. Um so tränenreich war denn auch der Abschied aus Bad Homburg, das die Kinder mit Sicherheit in bester Erinnerung behalten werden.


14. Juli 2010: Drei Wochen Erholung für strahlenbelastete Kinder

Im RathausNeugierig und voller Tatendrang sind am Sonntagabend nach zweitägiger Fahrt 20 Tschernobylkinder – sieben Mädchen und 13 Jungen im Alter von acht bis 13 Jahren – aus dem 2200 Kilometer von Bad Homburg entfernten weißrussischen Landkreis Tscherikow an der Jugendherberge in Bad Homburg angekommen. Die Kinder verbringen auf Einladung unseres Vereins einen dreiwöchigen Erholungsaufenthalt in der Kurstadt. Begleitet werden sie von zwei Betreuern; der Lehrerin Tatjana Madudina, die auch als Dolmetscherin fungiert, und dem Physiklehrer Andrej Erowjew, der Kinder in der Dorfschule von Sokolowka unterrichtet. Alle Kinder und deren Familien wurden im April von Vereinsmitgliedern im Rahmen einer Erkundungsfahrt vor Ort besucht und zum Erholungsaufenthalt nach nach Bad Homburg eingeladen.
Sieben Kinder aus der Gruppe konnten in der Jugendherberge mit ihren Paten aus Bad Homburg und Umgebung zusammentreffen. Einige Paten sahen ihre „Kinder“ zum ersten Mal und waren sehr gerührt. Eine Patin kam aus Wiesbaden angereist, um ihr weißrussisches Patenkind kennenzulernen, eine weitere wird im Laufe der Kinderfreizeit aus München anreisen.
Einer der ersten Termine führte die Kinder ins Rathaus, wo sie von Stadtverordnetenvorsteher Franz Josef Ament, Oberbürgermeister Michael Korwisi und den Stadträten Peter Sothmann und Dieter Kraft empfangen wurden. Peter Sothmann, dem das Schicksal der Kinder schon seit vielen Jahren am ScheckuebergabeHerzen liegt, begrüßte die Kinder auf das Herzlichste. Oberbürgermeister Michael Korwisi begrüßte die Kinder gar in ihrer Landessprache. Er trug seine Ansprache an die Kinder in perfektem Russisch vor, ohne viel auf sein in kyrillischen Buchstaben geschriebenes Manuskript zu schauen. Stadtverordnetenvorsteher Franz Josef Ament überreichte an Bernd Ehmler vom Verein „Patenschaften für Tschernobylkinder Bad Homburg“ einen Scheck in Höhe von 300 Euro als Zuschuss für die Kinderfreizeit. Zusätzlich zu diesem Scheck gewährt die Stadt den Kindern und Betreuern jederzeitigen freien Eintritt in das Seedammbad und stellt kostenfreie RMV-Tickets zur Verfügung. Stadtrat Dieter Kraft setzte sich für eine Begegnung der weißrussischen Kinder mit Bad Homburger Kindern ein, die sich derzeit zur Stadtranderholung im Peter-Schall-Haus befinden.

In den drei Wochen ihres Aufenthalts erwartet die Kinder ein umfangreiches Programm. Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung und Besuche in zwei Freizeitparks sind unter anderem vorgesehen.

 

Bildunterschriften: oben: Im Rathaus wurde die Kindergruppe aus dem weißrussischen Landkreis Tscherikow mit ihren beiden Betreuern Andrej Erowjew (hintere Reihe l.) und Tatjana Madudina (hintere Reihe 3.v.l.) von Oberbürgermeister Michael Korwisi (hinten Mitte), Stadtverordnetenvorsteher Franz Josef Ament (hinten 2.v.l.) und den Stadträten Peter Sothmann (hinten r.) und Dieter Kraft (hinten 2.v.r.). Unten: Bad Homburgs Stadtverordnetenvorsteher Franz Josef Ament (r.) überreicht an Vereinsmitglied Bernd Ehmler (Mitte) im Rathaus einen über 300 Euro. Links Dolmetscherin Tatjana Madudina.


5. Juli 2010: Vorbereitungen zur Kinderfreizeit

Die Vorbereitungen unseres Vereins zur kommenden Kinderfreizeit für 20 Mädchen und Jungen im Alter von acht bis 15 Jahren aus dem nach dem GAU von Tschernobyl nach wie vor radioaktiv hoch belasteten weißrussischen Landkreis Tscherikow laufen auf Hochtouren. 20 Kinder hatte der Verein im April im Rahmen seiner Erkundungsfahrt vor Ort eingeladen und tatsächlich können auch alle 20 Kinder kommen.
Hervorzuheben ist das Engagement des 13-jährigen Dimitrj bei der letzten Erkundungsfahrt des Vereins im April, der plötzlich bei den Gastleuten von Vereinsmitglied Bernd Ehmler, Nadeshda und Nikolai Michailow, in Tscherikow beim Abendessen auftauchte und sagte: „Ich habe gehört, dass Leute aus Bad Homburg hier sind. Ich möchte gerne nach Bad Homburg zum Erholungsaufenthalt und fragen, ob das möglich ist.“ Der Verein hat den Jungen in die Besuchsliste mit aufgenommen. Doch als er beim örtlichen Anwalt die Unterschrift eines Elternteils für das Visum beglaubigen lassen wollte, stellte sich heraus, dass Alexej keine Eltern hat. Irgendwie hat es der Junge dennoch geschafft den Anwalt zu überreden, ein Schriftstück zu verfassen, was ihm die Reise nach Bad Homburg ermöglichen soll. Dimitrj lebt in Tscherikow und wird von seiner Tante versorgt, die aber nicht über das Sorgerecht verfügt. Das Schreiben wurde weitergeleitet an den Partnerverein „Hoffnung für die Zukunft“ in Minsk zu Michail Kaslowski, der erstaunt den Kopf schüttelte: „So etwas habe ich auch noch nicht erlebt!“ Er war gespannt, ob die Abteilung für humanitäre Hilfe, die dem weißrussischen Innenministerium unterstellt ist und die Visaanträge prüft, die Ausreise für Dimitrj genehmigt. Dieser ließ zwischenzeitlich verlauten, notfalls bis zum Präsidenten zu gehen, der ihm erlauben soll, nach Bad Homburg zu reisen. Er darf! Seine Ausreise nach Deutschland wurde von den Behördengenehmigt – Dimitrj kommt mit weiteren 19 Kindern nach Bad Homburg.
Im Vorfeld hatte unsere Mitarbeiterin vor Ort, Wala Baranowa, zusammen mit der Dolmetscherin Tatjana Madudina einen Elternabend in Tscherikow organisiert, zu dem 17 Eltern erschienen sind. Wala und Tatjana haben den Eltern die Stadt nähergebracht, in die ihre Kinder reisen: Bad Homburg. Tatjana Madudina war schon öfters als Betreuerin von Kindergruppen in Bad Homburg und wird auch dieses Mal wieder dabei sein. Erstmals wird sie mit Andrej Erowjew, einem Mathematik- und Physiklehrer an der Dorfschule von Sokolowka, von einem männlichem Betreuer begleitet. Die Eltern zeigten sich begeistert und vor allen Dingen von dem Programm, was ihre Kinder in Bad Homburg erwartet.
Bei REWEDer Vereinsvorsitzende Michael Grüning und Vereinsmitglied Bernd Ehmler wurden im Vorfeld der Kinderfreizeit von der REWE-Zentrale in Rosbach eingeladen. Der Kontakt kam über den Lions Club Bad Homburg-Hesenpark. REWE möchte die Kinder während ihres Aufenthalts täglich mit frischem Obst und Getränken versorgen. Und da geht bei 20 Kindern einiges weg! Im letzten Jahr saßen die Kinder ständig in Apfelbäumen und aßen die noch unreifen Äpfel mit Heißhunger. Immer, wenn die Betreuer die Kinder von den Bäumen holten, waren sie fünf Minuten später wieder oben. Darüber hinaus lädt REWE die Kinder zu ihrem „Family Day“ auf das Frankfurter Messegelände ein, zu dem jährlich über 100 000 Besucher kommen. Als ViPs können sich die Kinder auf einer Showbühne einem tausendfachen Publikum vorstellen; der Verein wird von REWE für seine Arbeit obendrein einen Scheck erhalten. (Bild links: Von links Karl-Heinz Landsiedel von der REWE-Werbeabteilung, Conny Schätzel, Leiterin der REWE-Werbeabteilung, REWE-Pressereferentin Anja Krauskopf, Mischa Towfighi vom Lions Club Bad Homburg-Hessenpark und Michael Grüning im Gespräch in der REWE-Zweigniederlassung Mitte in Rosbach.)
Vom 11. Juli bis 1. August kommen die 20 Kinder mit zwei Betreuern mit dem Bus nach 2200 Kilometern Fahrt nach Bad Homburg. Untergebracht ist die Reisegruppe in der Jugendherberge, Mühlweg 17. Die Kinder werden sich dort ihren Paten und interessierten Menschen im Rahmen eines Begrüßungsabends am Montag, 12. Juli, um 19.30 Uhr vorstellen. Der Abschiedsabend für die Kinder findet am Freitag, 30. Juli, um 20 Uhr statt. Interessierte Gäste sind zu beiden Abenden eingeladen.
Auf die Kinder und ihre Betreuer wartet in den drei Wochen ein umfangreiches Programm: Die Feuerwehr in Wiesbaden lädt die Kinder zu einer Fahrt mit dem Löschboot auf dem Rhein ein, die Landesreiterstaffel der Polizei und Wasserschutzpolizei Frankfurt organisieren für die Kinder einen interessanten Tag, das Taunus-Wunderland und der Freizeitpark Lochmühle haben die Kinder genauso eingeladen wie der Inhaber eines großen Indoor-Spielplatzes in Bad Vilbel, die International Police Association (IPA) lädt die Kinder zu einer Fahrt nach Rüdesheim ein, die Fraport wird den Kindern den Frankfurter Flughafen zeigen, das Seedammbad in Bad Homburg gewährt den Kindern über die gesamte Zeit kostenlosen Eintritt, darüber hinaus besuchen die Kinder den basa-Kletterpark in Neu-Anspach und eventuell den Opel-Zoo.
Langweilig wird es also bestimmt nicht und die Kinder werden sicherlich unvergessliche Eindrücke bekommen.


31. Mai 2010: Ergänzungen an der Homepage

Diese Homepage hat einige Neuerungen erhalten. Neben einem kleinen "Facelifting" auf der Startseite, ist neben der Rubrik "Aktuelles" nun auch die Rubrik "Termine" zu finden; beide in einer separaten Schaltfläche. Wurden Sie bislang bei der Rubrik "Aktuelles" direkt auf diese Seite geleitet, können Sie unter der Rubrik "Termine" alle wichtigen Veranstaltungen oder Aktivitäten des Vereins finden.

Links in der Menüleiste gibt es nun die Rubrik "Erkundungsfahrten". Hier können sie beispielsweise einen umfangreichen Bericht zu unserer Erkundungsfahrt, wie unten schon beschrieben, nachlesen. Ebenso ist eine Fotogalerie angehängt. Berichte zu unseren Erkundungsfahrten in den Jahren 2008 und 2009 mit Fotogalerien werden folgen.

Ebenso wurde das Menü "Patenschaftsprojekt" um das Untermenü "Weitere Projekte" ergänzt. Hier kann man nachlesen, um welche weiteren Projekte sich unser Verein innerhalb des Patenschaftsprojekts bemüht. Derzeit ist es ein Anbau gegenüber dem Tscherikower Waisenhaus, in dem unter anderem ein Psychologisches Zentrum eingerichtet werden soll. Informationen hierzu können Sie nachlesen, wenn Sie hier klicken.


23. April 2010: Erkundungfahrt nach Tscherikow vom 10. bis 18. April

nataschagalinaVom 10. bis 18. April 2010 waren die Vereinsmitglieder Ute Hansmann, Stephanie und Michael Grüning sowie Bernd Ehmler mit dem vereinseigenen Kleinbus auf Erkundungsfahrt im von Bad Homburg 2.200 Kilometer entfernten Landkreis Tscherikow, der nach 32 Stunden Fahrt in einem durch mit einigen Tank- und Rast-Stops erreicht wurde.
Auf dem Terminkalender standen die Umsetzung der im November 2009 angekündigten Weihnachtsaktion für Galina Samalotowa (Bild rechts: Galina vor ihrer neuen Waschmaschine im Fachgeschäft) und Natascha Soffin (Bild links: Natascha begrüßt Michael Grüning und Dolmetscherin Tatjana Madudina vor ihrem Haus in Lubanovka), Besuche bei Patenkindern (siehe folgende drei Bilder: Maxim in seinem radioaktiv belasteten Heimatdorf Chaloblin, der schwerstbehinderte Dima mit seinem Vater und Maxims Eltern vor ihrem Haus), Aufnahme neuer Kinder in das Patenschaftsprojekt, Einladung der Kinder, die in diesem Sommer zum Erholungsaufenthalt nach Bad Homburg kommen sowie Besuche der Dorfschulen in Sokolowka, Retschitza und Lubanovka. Darüber hinaus wurden im Tscherikower Waisenhaus Gespräche mit deren Leiterin Swetlana Prozenko und Gespräche mit der Schulrätin Larissa Asmalowska geführt.
dimadimaÜber sie ist unser Verein auf das Schicksal eines Kindes aufmerksam gemacht worden, über das wir noch detaillierter berichten wollen. Die achtjährige Olga Listratjenko (Bild unten links: Olga und ihre Mutter im Gespräch mit Michael Grüning) leidet an einer Krankheit, die ihre motorischen Bewegungsabläufe stark beeinträchtigt. Das Kind kann nicht eigenständig stehen, ihr Kopf fällt ständig zur Seite und ihre Augen verdrehen sich ständig. Dabei ist Olga geistig topfit. Sie kommt in der Schule gut mit, kann ihrem Alter entsprechend lesen und rechnen und antwortet auf alle Fragen. In Weißrussland kann man Olga medizinisch nicht helfen. Unser Verein möchte sich dem Schicksal Olgas annehmen und versuchen, dass ihr medizinische Hilfe zuteil wird. Wir werden die Krankenakten erhalten, sie übersetzen um zu erfahren, an genau welcher Krankheit Olga leidet., denn das war vor Ort nicht direkt in Erfahrung zu bringen. Nach Vorliegen aller Fakten wird unser Verein versuchen, Olga Hilfe anbieten zu können. Wir werden weiter über sie berichten.
bei maximveraengstigter jungeViel Elend und Unfassbares ist den vier Vereinsmitgliedern bei ihrer Erkundungsfahrt zu Augen und zu Ohren gekommen. Fakt ist: 24 Jahre nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl am 26. April 1986 leidet die Bevölkerung in dem vom Fallout mit am schwersten betroffenen Gebiet im Landkreis Tscherikow nach wie vor. Festgestellt wurde auch, dass sich die Lebenssituation der Menschen in den vergangenen fünf Jahren deutlich verschlechtert hat. Die Arbeitslosenquote im Landkreis Tscherikow ist weiter angestiegen; die Menschen haben kaum bis keine Perspektiven, was zu sozialen Problemen führt. Die Selbstmordrate der Kinder (!) ist seit Beginn dieses Jahres drastisch angestiegen – die der erwachsenen Bevölkerung sowieso. (Bild unten rechts: Warnschild vor radioaktiv belastetem Gebiet.)

 

olgasperrgebietDie neue Wasserleitung für Galina Samalotowa ist in Arbeit, vor Ort haben die vier Vereinsmitglieder eine Waschmaschine besorgt. Der Wasseranschluss in ihrem Haus ist für Galina, die eine schwerstbehinderte Tochter, eine Mutter, die sterben will und ihren kranken Vater eine enorme Erleichterung und bedeutet für sie eine Steigerung der Lebensqualität. Natscha Soffin wird mit ihren ihren drei Kindern im Herbst ihre menschenunwürdige, fenstlerlose Behausung verlassen können und in ein schönes ordentliches Holzhaus im gleichen Dorf ziehen können. Das hat unser Verein unter anderem bei seiner Erkundungsfahrt schon mal in die Wege leiten können.


Einen detaillierten Bericht finden Sie links im Menü "Erkundungsfahrten" oder klicken Sie hier.


28. März 2010: Großartige Benefiz-Jubiläumsfeier ergab über 3.500 Euro

mabandliveMan kann es schon eine Großveranstaltung nennen, mit der niemand so gerechnet hat. Denn über 700 Besucher sind trotz des kühlen und zeitweise nassen Wetters zu seinem zehnjährigen Jubiläum gekommen, dass Dietmar Hilgner als Pächter des traditionsreichen Restaurants „Hirschgarten“ gefeiert hat.Dietmar Hilgner und sein motiviertes Team wollten sich am Tag des Jubiläums eigentlich garnicht in den Vordergrund stellen. Vielmehr sollte das Jubiläum einem guten Zweck dienen. Denn die Erlöse, die am Jubiläumstag eingenommen wurden, haben Dietmar Hilgner und sein Team unserem Verein gespendet. Und dass da möglichst viel Geld zusammenkommt, dafür hat sich das Team um Dietmar Hilgner mächtig ins Zeug gelegt. Alle Gäste waren am Jubiläumstag eingeladen, kostenlos zu essen und trinken. Dafür wurden zwei Büfetts mit Spezialitäten des Hauses aufgebaut. Dort waren Spezialitäten von Wild, Geflügel, Schwein, Rind und Fisch zu finden. Jeder Gast wurde mit einem Glas Sekt oder Orangensaft begrüßt. Im Laufe des Tages wurde ein umfangreiches Rahmenprogramm geboten, bei dem Klein und Groß auf ihre Kosten kamen.
Bereits eine halbe Stunde vor der offiziellen Eröffnung im die Woche zuvor frisch renovierten Restaurant war es bereits, wie man landläufig sagt, „rappelvoll“. Nachdem die Jagdhornbläser des Jagdvereins „Hubertus Bad Homburg“ sowie Dietmar Hilgner und Stadtverordnetenvorsteher Franz-Josef Ament, der auch die Schirmherrschaft an diesem Tag übernommen hatte, die Gäste petrocellibegrüßt haben, begann der Ansturm auf die Büfetts. Franz-Josef Ament wies auf den Sinn und Zweck des Jubiläumstags hin und überreichte gleich zu Anfang an den 1. Vorsitzenden des Vereins, Michael Grüning, einen Scheck über 250 Euro.
Der Verein präsentierte sich den Gästen mit einer Stellwand und reichlich Informationsmaterial. Vereinsmitglieder waren zugegen, um die interessierten Fragen vieler Besucher zu beantworten. Originelle Spendengefäße waren aufgestellt, die sich schon von Anfang an schnell füllten.
„Ich darf hier wirklich kostenfrei essen und trinken so viel ich will?“, fragte ein Gast verblüfft. „Dass ist doch eigentlich nur Prominenz aus Politik und Wirtschaft vorbehalten, die eingeladen werden, und hinter verschlossenen Türen tafeln. Dass ich als einfacher Bürger zu einem Jubiläumsfest eingeladen werde, habe ich in Bad Homburg noch nie erlebt!“
Für farbenprächtige und exotische Unterhaltung sorgte anfangs Made Sukeni-Berg, eine Mitarbeiterin des Hauses, die viel Beifall für ihren balinesischen Tanz erhielt, den sie an diesem Tag zweimal auffführte. Für die musikalische Unterhaltung sorgten die „Mathew Albert-Band“ (Bild oben links) und „Rovin’ Folk“, zwei Musiker, die bretonische, irische, englische und deutsches Volksliedgut mit verschiedenen Instrumenten zu Gehör brachten. Die „Mathew Albert-Band“ begeisterte mit Blues- und Country-Musik.
Die Kinder kamen voll auf ihre Kosten, als Clown „Petrocelli“ sie voll in ihren Bann zog. Mit seinen Kunststücken und Späßen hatte er schnell die Herzen der kleinen Gäste erobert. Bei seiner Show zog er den 1. Vorsitzenden Michael Grüning mit ein, der im die Jonglierkeulen zuwerfen sollte (Bild Mitte).
spendenuebergabeUm den Zweck der Jubiläumsveranstaltung zu unterstützen, traten alle Künstler neben einer kleinen Aufwandsentschädigung ohne größere Gage auf. Einen teil ihrer Gage haben sie gespendet. Das 14-köpfige Hirschgarten-Personal bediente die über 700-köpfige Besucherschar unentgeltlich – es verzichtete auf seinen Tageslohn. Dietmar Hilgner wurde von seinen Zulieferern insoweit für die Veranstaltung unterstützt, indem sie Fleisch, Gemüse und Getränke teilweise gesponsert haben.
Von 12 bis 20 Uhr haben sich die über 700 Gäste am stets gut gefüllten Büfett bedienen können. Eine großartige Leistung des Küchenpersonals! Dazwischen gab es auch noch Kaffee und Kuchen. Das Servicepersonal war unentwegt in den beiden Etagen des Restaurants und auch auf der Terrasse im Dauereinsatz.
Die Mühe hat sich gelohnt: Den Gästen hat es sehr gut gefallen und so konnte unser Verein nach Auszählung der Spendengelder einem jubelnden Hirschgarten-Personal den stolzen Betrag von 3275,96 Euro bekanntgeben (Bild unten links mit Jubilar Dietmar Hilgner in der Mitte umgeben von seinem Team) . Hinzu kommt noch der Scheck des Stadtverordnetenvorstehers, sodass unter dem Strich ein Betrag von 3525,96 Euro stand. Darüber hinaus kommen viele Menschen, die versprochen haben, öfters das Hirschgarten-Restaurant zu besuchen und auch viele, die Arbeit unseres Vereins unterstützen möchten.


19. März 2010: Kostenlose Jubiläumsfeier am 28. März 2010 für einen guten Zweck

HirschgartentaenzerinUnser Verein lädt ein zu einer Jubiläums-Benefizveranstaltung in das Hirschgarten-Restaurant, Elisabethenschneise 1 in Bad Homburg (Bild oben links). Im Hirschgarten mit seiner über 300-jährigen Tradition feiert der Pächter Dietmar Hilgner am Sonntag, 28. März, von 12 bis 20 Uhr sein zehnjähriges Jubiläum. Dazu haben er und sein Team sich einiges einfallen lassen: Jeder ist eingeladen, in bewährter Hirschgarten-Qualität zu Essen und zu Trinken. Das Schöne daran ist: Zur Feier des Tages ist der Gast eingeladen – die Rechnung geht aufs Haus! Zudem kann man sich auf ein abwechslungsreiches Programm mit viel Musik, Tanz, Vorführungen und einem Programm für Kinder freuen.
Eröffnet wird die Jubiläumsfeier um 12 Uhr durch das Jagdhornbläser-Korps des Jadvereins „Hubertus Bad Homburg“. Bad Homburgs Stadtverordnetenvorsteher Franz-Josef Ament, der die Schirmherrschaft übernommen hat, und Hirschgarten-Pächter Dietmar Hilgner werden die Gäste begrüßen. Um 14 und um 17 Uhr wird es exotisch, den Made Sukeni-Berg (Bild oben rechts) wird den Gästen zu diesen Zeiten den balinesischen Tanz näherbringen. Für alle, die den Blues lieben, spielt ab 15 Uhr die „Mathew Albert Band“ (Bild unten links) im Hirschgarten-Restaurant. Deutsche Lieder und internationale Tänze gibt es von „Rovin Folk“ ab 18 Uhr. Für die kleinen Besucher kommt ab 15.30 Uhr Clown „Petrocelli“ (Bild unten rechts) mit spannenden und lustigen Kunststücken, an denen auch die großen Besucher ihren Spaß haben werden. Und Dietmar Hilgner sagt: „Es kann gut sein, dass noch der eine oder andere Überraschungsgast dazukommt!“
BandDas Jubiläum im Hirschgarten-Restaurant ist verknüpft mit einer Spendenaktion zugunsten unseres Vereins.  Das gesamte Hirschgarten-Team arbeitet bei seinem Fest umsonst und spendet seine Tageseinnahmen. Damit möchte der Hirschgarten seine Gäste ermuntern, an diesem Tag ebenfalls einen Beitrag zu leisten – Essen, Trinken und das Rahmenprogramm sind wie gesagt umsonst – damit Petrocellidas Spenden leichter fällt. „Dafür sagen wir heute schon ‚Danke’, vor allem aber bedanken sich die Tschernobylkinder“, sagt Dietmar Hilgner, bei dem schon viele Kindergruppen aus dem Landkreis Tscherikow im Rahmen ihrer Erholungsaufenthalte in Bad Homburg zu Gast waren und ihre Lieblingsspeise „Schnitzel, Pommes Frites und Salat“ genossen haben.
Unser Verein ist an diesem Tag ebenfalls präsent und dokumentiert seine Arbeit und gibt Interessierten gerne persönlich Auskunft.


12. Februar 2010: Große Unterstützung von ICAP das dritte Jahr in Folge

ICAP-ScheckuebergabeUnser Verein hat von der deutschen Niederlassung in Frankfurt des weltweit führenden Wertpapier- und Derivatemaklers ICAP plc mit Sitz in London einen Scheck in Höhe von 10 000 Euro für seine Arbeit erhalten. Den Scheck überreichten ICAP-Geschäftsführer Robert T. Hempkin (r.) und Michaela May (2.v.r.) vom Accounting Department im Kurhaus an den 1. Vorsitzenden des Vereins, Michael Grüning (2.v.l.), und Vereinsmitglied Bernd Ehmler (l.). Das Geld stammt vom „Charity Day“ (Bild unten links: Robert T. Hempkin in der Mitte im "Schottenoutfit" mit Michael Grüning (l.) und Bernd Ehmler (r.) bei Charity Day am 9. Dezember 2009 in FGrankfurt), den die Firma ICAP bereits zum 17. Mal in allen ihren 28 Niederlassungen rund um den Globus gleichzeitig am zweiten Mittwoch im Dezember veranstaltet. Jede Niederlassung sucht sich Hilfsorganisationen aus, die sie unterstützen möchte. Der Verein „Patenschaften für Tschernobylkinder Bad Homburg“ steht bei ICAP Frankfurt bereits im dritten Jahr auf der Liste der Hilfsorganisationen, die von den Einnahmen des Charity Days profitieren dürfen. Trotz Finanzkrise machte die Frankfurter ICAP-Niederlassung im Jahr 2009 gute Umsätze und ganz besonders am Charity Day: 260 000 Euro konnten an diesem Tag getätigt werden, ein Betrag, der in voller Höhe an verschiedene Hilfsorganisationen und -institutionen weitergegeben wird. Da war es für Robert T. Hempkin eine Freude, dem Bad Homburger Verein mitteilen zu können, dass er aus diesem Topf eine Spende in Höhe von 10 000 Euro erhalten wird.

Charity Day „Mit dieser großzügigen Spende können wir alle unsere geplanten Vorhaben für dieses Jahr umsetzen“, bedankte sich Michael Grüning. Zusammen mit den Spenden aus der Bevölkerung nach dem Aufruf zur Weihnachtsaktion Ende November, bei dem rund 15 000 Euro zusammenkamen, werden Galina Samalotowa aus dem heute noch radioaktiv kontaminierten weißrussischen Tscherikow ihre Wasserzu- und ableitung und Natascha Soffin mit ihren drei Kindern aus Lubanovka ein menschenwürdiges Zuhause erhalten. Auch wird der Erholungsaufenthalt für mindestens 16 Kinder aus dem weißrussischen Landkreis Tscherikow in der Zeit vom 11. Juli bis 1. August in der Bad Homburger Jugendherberge stattfinden. Das große Ziel des Vereins ist der Bau eines Familienwaisenhauses in nicht verstrahltem Gebiet in Weißrussland, in dem eine kleine Gruppe von Kindern bei Erziehern mit pädagogischer Ausbildung bis zu ihrer Volljährigkeit ein Zuhause finden. Die gezielte Unterstützung von sozial schwachen Familien im Projektgebiet steht natürlich auch auf dem Programm. Allein 3000 Kinder aus sozial schwachen Familien im Landkreis Tscherikow stehen auf einer Bedürftigenliste des örtlichen Waisenhauses.
Innerhalb der nächsten zwei Monate werden Vereinsmitglieder nach Tscherikow reisen und anfangen, die angekündigte Weihnachtsaktion umzusetzen, die Kinder einzuladen sowie Kinder und deren Familien im Projektgebiet zu besuchen. Zudem hat der Landkreis Tscherikow mit Larissa Asmalowska eine neue Schulrätin bekommen, die eine wichtige Ansprechperson für den Bad Homburger Verein ist. Natürlich wird auch das örtliche Waisenhaus mit ihrer Leiterin Swetlana Prozenka sowie die beiden ehrenamtlichen Mitarbeiter vor Ort, Wala und Andrej Baranow, besucht, um den aktuellen Stand der Dinge im Projektgebiet zu erfahren. Michaela May und Robert T. Hempkin wurden von Michael Grüning und Bernd Ehmler zur Kinderfreizeit eingeladen. Beide nahmen die Einladung gerne an.


20. Januar 2010: Spende von Schülern der Europäischen Schule Frankfurt

SchuelerspendeUnser Verein hat von 24 Schülern der Klasse S3 der englischen Sprachsektion der 8. Klasse Gymnasium der Europäischen Schule Frankfurt 800 Euro für seine Arbeit erhalten. Die Europäische Schule in Frankfurt gibt es seit dem Jahr 2002, nachdem die Mainmetropole mit Einführung des Euro Sitz der Europäischen Zentralbank wurde. Die Europäische Schule ist vor allem für die Kinder von EU-Bediensteten bestimmt. Die Schüler sollen in ihrer Muttersprache und nationalen Traditionen erzogen werden und gleichzeitig an der Entwicklung eines vereinten Europas teilhaben. Außerdem sollen sie einen Abschluss erlangen, der in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union anerkannt wird.
Die Schüler haben zusammen mit ihrer Mathematiklehrerin Gabriele McInerney eine Spendenaktion in der Vorweihnachtszeit mit verschiedenen Aktivitäten an ihrer Schule durchgeführt. So haben sie Gebäck in einer Pause an ihre Mitschüler verkauft, Weihnachtskarten von Mitschülern innerhalb der Schule verteilt – das Porto war dann die Spende – und sie haben eine Tombola mit tollen Preisen organisiert, die von namhaften Sponsoren unterstützt wurde. Die Schüler haben viele Freistunden und Pausen aufgegeben, um diese Aktivitäten durchzuführen. So kamen 800 Euro zusammen, die die Schüler in einer Unterrichtsstunde zusammen mit ihrer Mathematiklehrerin (Bild oben links, Mitte) an den 1. Vorsitzenden des Vereins, Michael Grüning, und an Vereinsmitglied Bernd Ehmler überreicht haben. Das Geld haben die Schüler in Form von Scheinen und Münzen in einem Karton überreicht. Michael Grüning und Bernd Ehmler bedankten sich für das bemerkenswerte Engagement der Schüler, die zum Zeitpunkt der Katastrophe von Tschernobyl vor knapp 24 Jahren noch nicht auf der Welt waren. Unterricht

Stolz waren die Schüler bei der Übergabe und neugierig zugleich, was denn nun mit dem Geld passieren würde. Michael Grüning schilderte im Rahmen einer Doppelstunde (Bild unten links) den Schülern die Umstände, in denen die Kinder im heute noch radioaktiv kontaminierten weißrussichen Landkreis Tscherikow fast 24 Jahre nach dem GAU von Tschernobyl leben müssen. Zunächst sahen die Schüler einen Film des Vereins, der sie sehr nachdenklich stimmte. Die 13- bis 14-jährigen Schüler stellten viele Fragen und die zwei Schulstunden gingen um wie im Flug, sodass viele Fragen der Schüler offen blieben.
Michael Grüning sagte zu den Schülern, dass mit den 800 Euro drei Kinder im Landkreis Tscherikow ein Jahr lang anständig versorgt werden können. Die Schüler zeigten sich interessiert, Kinder aus der Tschernobylregion kennenzulernen. Der Bad Homburger Verein wird versuchen, den Schülern diesen Wunsch zu erfüllen.
Lehrerin Gabriele McInerney wurde über Zeitungsberichte vor zwei Jahren auf das Schicksal der Kinder im Landkreis Tscherikow aufmerksam. Sie hatte an der Europäischen Schule Frankfurt schon mehrere Charity-Projekte organisiert. Als sie ihre Schüler auf die Situation der Kinder in Tscherikow aufmerksam gemacht hatte, waren diese sofort bereit, sie in ein neues Charity-Projekt einzubinden. Gabriele Mc Inerney war ebenfalls von der Präsentation des Bad Homburger Vereins beeindruckt und möchte die Zusammenarbeit der Europäischen Schule Frankfurt und des Vereins „Patenschaften für Tschernobylkinder Bad Homburg“ fortsetzen und intensivieren. Sie sprach die stellvertretende Direktorin für den Sekundarbereich der Europäischen Schule Frankfurt, Kyriaki Chatzivassiliadou, an, die sofort einen freien Termin für Michael Grüning und Bernd Ehmler hatte. Auch sie sagte eine längerfristige Unterstützung der Schule für den Bad Homburger Patenschaftsverein zu.


27. November 2009: Weihnachtsaktion für Galina Samalotowa und Natascha Soffin

Galina und NastjaGalinas HausUnser Verein plant eine Aktion zu Weihnachten für Galina Samalotowa aus Tscherikow und Natascha Soffin aus Lubanovka. 

Galina Samalotowa ist die Mutter der schwerstbehinderten Nastja (Bild l.), die einen Paten in Bad Homburg hat. Nastja ist neun Jahre alt und hat den Körper einer erwachsenen Frau. Galina und Nastja leben zusammen mit der Oma in einem Holzhaus in Tscherikow, das über keinen Wasseranschluss verfügt. Nastja hat eine Schraube im Kopf, über die in regelmäßigen Abständen Flüssigkeit abgelassen werden muss. Sie hat vor zwei Jahren einen Spezial-Rollstuhl aus Bad Homburg erhalten und wird regelmäßig mit Hilfsgütern unterstützt. Die Familie lebt hauptsächlich von der kleinen Rente der Oma, da Galina wegen der Pflege ihres Kindes nicht arbeiten gehen kann. Eine Unterstützung seitens des weißrussischen Staats gibt es für Galina und ihre schwerbehinderte Tochter nicht. Der Patenschaftsverein möchte zu Galinas Haus (Bild r.) eine Wasserzu- und -ableitung legen lassen, da Galina ihr Trinkwasser in Eimern am nahegelegenen Brunnen holen muss. Einen Wasseranschluss in ihrem Haus gibt es nicht. Die Toilette, ein „Plumpsklo“, befindet sich im Hof. Darüber hinaus soll ein Waschbecken mit Mischbatterie und ein Boiler installiert werden. Ebenso soll Galina eine Waschmaschine erhalten. All das wird Galinas Lebensqualität erheblich steigern. Andrej Baranov hat bereits mit Baufirmen vor Ort gesprochen und die Kosten für das Legen der Wasserleitungen ermittelt.

Nataschas HausNataschas KuecheNatascha Soffin lebt mit ihren drei Kindern Igor (10), Maxim (8) und Dascha (5) in Lubanovka. Die Kinder haben Paten in Bad Homburg. Nataschas Mann brach vor drei Jahren ins benachbarte Russland auf, um im Großraum Moskau Arbeit zu finden. Seitdem ist er spurlos verschwunden; er hat sich nie mehr gemeldet, niemand hat ihn seither gesehen, keiner weiß, wo er ist. Das ist auch der Grund, weshalb Igor und Andrej nicht zur Kinderfreizeit nach Bad Homburg kommen konnten. Beide waren für dieses Jahr nach Bad Homburg eingeladen gewesen, doch für die Teilnahme müssen beide Elternteile schriftlich ihre Zustimmung geben.
Natascha wohnt mit ihren drei Kindern in einem erbärmlichen Haus (Bild l.), das man getrost eine „Bretterbude“ nennen kann. Das Haus ist halb eingefallen und hat keine Fenster. Beim Bild rechts blickt man in die Küche. Während des Hilfskonvois im Mai konnten sich Vereinsmitglieder vor Ort ein Bild von den Lebensumständen von Natascha machen. Ihr soll jetzt ein menschenwürdiges Wohnen ermöglicht werden. Ein ordentliches Holzhaus in Lubanovka mit Fenstern und Stromanschluss will ihr der Bad Homburger Verein ermöglichen.

Die Aktionen für Galina und für Natascha werden umgerechnet zusammen rund 10 000 Euro kosten, die über Spenden finanziert werden sollen.

Daher würde sich der Verein „Patenschaften für Tschernobylkinder Bad Homburg“ sehr freuen, wenn es möglichst viele Menschen gibt, die dieses Vorhaben mit einer Spende unterstützen würden. Vereinsmitglieder werden vor Ort die Aktionen in die Wege leiten und bis zum Abschluss begleiten und auch dokumentieren.
Ungeachtet dessen geht die „normale“ Projektarbeit des Vereins weiter. Zudem werden im Frühjahr die Kinder eingeladen, die im Sommer 2010 zum Erholungsaufenthalt nach Bad Homburg kommen sollen. Die Plätze in der Bad Homburger Jugendherberge sind bereits gebucht.


13. August 2009: Ehrenbrief des Landes Hessen für Michael Grüning

Ehrenbrief für Michael GrueningMichael Grüning, 1. Vorsitzender des Vereins „Patenschaften für Tschernobylkinder Bad Homburg“ (2.v.r.), und Erzpriester Dimitri Graf Ignatiew (2.v.l.) haben am 13. August 2009 im Auftrag von Ministerpräsident Roland Koch im Bad Homburger Kurhaus von Oberbürgermeisterin Dr. Ursula Jungherr (l.) den Ehrenbrief des Landes Hessen erhalten. Zu den Gratulanten gehörte auch Stadtverordnetenvorsteher Franz-Josef Ament (r.). „Mensch sein heißt, verantwortlich sein“, sagte die OB im Rahmen einer Feierstunde, „dabei soll man nicht nur sein eigenes Wohlergehen im Blick haben. Verantwortung und Solidarität gehören zu den Fundamenten unserer Gesellschaft. Hier sind Michael Grüning und Dimitri Graf Igantiew Vorbilder, auf die wir mit Dankbarkeit schauen.“
Michael Grüning setzt sich seit seit Mai 1997 in besonderem Maße für die Belange der notleidenden Kinder im nach dem GAU von Tschernobyl nach wie vor radioaktiv hoch kontaminierten weißrussischen Landkreis Tscherikow ein. Neben der sehr zeitintensiven ehrenamtlichen Arbeit für die Vorbereitung und Durchführung der Hilfskonvois nach Tscherikow investiert er viel Energie und Freizeit in die jährlich stattfindenden Kinderfreizeiten. Zu diesen Zwecken erlernte er die russische Sprache. Darüber hinaus reist er mindestens ein Mal im Jahr nach Belarus, um vor Ort die Hilfstransporte und die Kinderfreizeiten vorzubereiten. Er besucht dabei das Waisenhaus in Tscherikow, das mit seiner Leiterin Swetlana Prozenka direkter Ansprechpartner des Vereins ist, Schulleiterinnen, Schulrätin, Bürgermeister und Zoll. Er besucht viele Dörfer, sucht besonders bedürftige Kinder für die nächsten Kinderfreizeiten aus, erstellt Bedarfspläne für das Waisenhaus, Schulen, Kindergärten, Klinik sowie private Haushalte und knüpfte dabei wichtige Kontakte. Mit der Gründung des neuen Vereins „Patenschaften für Tschernobylkinder Bad Homburg“ im Dezember 2007 widmete sich Michael Grüning ehrenamtlich dem Aufbau eines Patenschaftsprojekts im Landkreis Tscherikow, das mittlerweile auf soliden Füßen steht. Mit all seinen Aktivitäten möchte Michael Grüning auch zur Völkerverständigung beitragen.
Zum Zeitpunkt der Verleihung befand sich eine 16-köpfige Kindergruppe  mit zwei Betreuerinnen aus dem Landkreis Tscherikow zum Erholungsaufenthalt in Bad Homburg. Sie waren bei der Ehrung im Kurhaus zugegen und sangen für Michael Grüning das weißrussische Lied „Tje da, ja da, mui staboi – Du und ich, wir alle zusammen“. Das Lied handelt von der Freundschaft zwischen den Menschen und rührte so manchen Besucher der Feierstunde zu einer Träne.


9. August 2009: Empfang der Tschernobylkinder im Bad Homburger Rathaus

Empfang der Stadt Bad HomburgIn Vertretung von Oberbürgermeisterin Dr. Ursula Jungherr wurde die Kindergruppe aus dem Landkreis Tscherikow am 9. August 2009 im Bad Homburger Rathaus vom ehrenamtlichen Stadtrat Peter Sothmann (r.) empfangen. Begleitet wurde die Kindergruppe von den Vereinsmitgliedern Bettina Kaffenberger (hinten, 2.v.l.) und Michael Grüning (hinten Mitte). „Ich begrüße Euch im Namen des Magistrats der Stadt Bad Homburg recht herzlich“, so der Stadtrat. „In drei Wochen verlebt Ihr hier bei uns schöne Ferien und Ihr erholt Euch. Das ist genau das, was ich Euch wünsche: Ihr sollt gesundheitlich gestärkt nach Hause fahren!“ Doch bis dahin ist noch ein wenig Zeit, so Sothmann weiter, „bis dahin werdet Ihr noch viele Abenteuer bei Feuerwehr, Polizei und anderen Institutionen erleben.“
Peter Sothmann wies darauf hin, dass in Bad Homburg schon vielen Menschen geholfen wurde. „Schon vor ungefähr 200 Jahren kamen Menschen nach Bad Homburg, denen es nicht gut ging, Wenn sie aber eine Zeit hier waren, ging es ihnen viel besser als vorher. Das kam daher, dass hier eine gesunde Luft ist und es gutes Essen gibt. Vor allem aber gibt es hier in Bad Homburg Quellen, aus denen Heilwasser fließt. Die Idee, anderen zu helfen, ist in Bad Homburg bis heute lebendig geblieben.“ An die begleitenden Vereinsmitglieder gerichtet, meinte Peter Sothmann: „Ich habe große Achtung vor Ihrem Ehrenamt. Ich bewundere Ihren Mut und Ihre Kraft, wie Sie diesen Kindern vor Ort und in unserer Stadt helfen.“
Tatjana Madudina (hinten l.), eine der beiden weißrussischen Begleiterinnen, die auch als Dolmetscherin fungiert, übersetzt diese Worte. Nadeshda Michailowa (hinten 2.v.r.), die andere weißrussische Begleiterin, antwortete: „Wir danken von ganzem Herzen für die Einladung, für die Möglichkeit, ein neues Land kennenzulernen und dass wir uns hier erholen können. Wir wünschen Euch Gesundheit, Erfolg und gutes Gedeihen für Euer Land!“
Peter Sothmann bekam eine weißrussische Volkstanzpuppe und eine Matrjoschka die er stolz auf dem Bild präsentiert, sowie ein von den Kindern gemaltes Bild geschenkt.


27. Juli - 15. August 2009: 16 Kinder aus dem Landkreis Tscherikow sind in Bad Homburg

Der erste Kinderfreizeit des Vereins wurde erfolgreich durchgeführt. Umfangreiche Informationen hierzu finden Sie im Menü unter "Presse". Eine Bildergalerie steht im Menü "Kinderfreizeit/Kinderfreizeit 2009" zur Verfügung.


28. Juni 2009: Großzuügige Spende der TIVOLI-Filmgesellschaft ("Geld.Macht.Liebe")

Sommerfest der Tivoli Film Produktions GmbH mit 4000-Euro Spende an unseren Verein: Jetzt heißt es Abschied nehmen: 205 Drehtage GELD.MACHT.LIEBE sind vorüber. Ein Anlass, der mit Darstellern, Team und Produzenten, aber auch mit den Nachbarn der Villa Rheinberg gefeiert wurde. Bei traumhaftem Wetter und leckerem Buffet genossen die Gäste beim Sommerfest der Tivoli Film Produktions GmbH die gute Stimmung und feierten bis in die Morgenstunden.
Neben den Geschäftsführern der Tivoli Film Produktion, Gerald Podgornig und Thomas Hroch, die sich beim GELD.MACHT.LIEBE-Team für das erfolgreiche Gelingen der Serie bedankten, begrüßte Producerin Gudula von Eysmondt die Gäste. Allen voran Christine Kabisch, Regisseurin des Pilotfilms und der Folgen 1 bis11, und Helmut Metzger, der von Folge 12 bis 19 Regie führte. Ebenso waren ORF Intendant Alexander Wrabetz und ORF Redakteurin Dr. Andrea Artner sowie ARD DEGETO Geschäftsführer Hans-Wolfgang Jurgan anwesend. Dieser hob das aktive Medienleben der Region hervor und betonte, dass die Zuschauer nun über die Zukunft von GELD.MACHT.LIEBE entscheiden, alle Beteiligten sich aber sehr zuversichtlich zeigten. Tivoli_Geld.Macht:Liebe
Allerdings wurde an diesem Abend nicht nur gefeiert, sondern es gab auch eine Tombola, deren Erlös dem Verein „Patenschaften für Tschernobylkinder Bad Homburg“ überreicht wird. Rund 1400 Euro kamen zusammen, die von der Tivoli Film Produktion auf 4000 Euro aufgestockt wurden. Auf dem Bild sieht man die Familiendynastie von Rheinberg mit Familienoberhaupt Martin von Rheinberg (Roland Koch, Mitte) seiner Frau Sophie (Susanne Schäfer) an seiner Seite und seiner Mutter Lilo (Gerlinde Locker, sitzend davor) und den Schauspielern. Sie alle haben zu dem schönen Spendenergebnis für unseren Verein beigetragen.So feierten Gerlinde Locker neben Roland Koch, Susanne Schäfer, Angela Roy, die übrigens Geburtstag hatte, Jytte- Merle Böhrnsen, Anna Bertheau, Michael Brandner, Nana Krüger, Milena Karas, Susanne Uhlen, Alexander Lutz und den beiden Kindern Elena von Eysmondt und Luca Jochen.
Produzent Gerald Podgornig dankte den Partnern und Förderern. Unter ihnen waren Jörg-Uwe Hahn, der stellvertretend für Ministerpräsident Roland Koch erschien, sowie Dr. Ursula Vossen und Polia Bauer von HessenInvestFilm.


15. - 24. Mai 2009: Erfolgreicher Hilfstransport

Der erste Hilfstransport des Vereins wurde erfolgreich durchgeführt. Umfangreiche Informationen hierzu finden Sie im Menü unter "Presse". Eine Bildergalerie steht im Menü "Hilfstransporte/Hilfstransport 2009" zur Verfügung.


15. April 2009: Vorbereitungen für den Hilfstransport nach Tscherikow

Die Vorbereitungen für den am Freitag, 15. Mai, startenden Hilfstransport des Vereins „Patenschaften für Tschernobylkinder Bad Homburg“ nach Tscherikow sind abgeschlossen. Die Ladelisten sind erstellt und wurden der Bildungsabteilung
des Exekutivkomitees in Tscherikow/Weißrussland übermittelt. Ein 40-Tonnen-Sattelzug ist geordert. Eingeladen werden knapp neuneinhalb Tonnen Hilfsgüter im Wert von rund 27 000 Euro. Den größten Anteil bildet Kleidung gefolgt von Schulmobiliar, Faltrollstühlen, Rollatoren, Computern mit Bildschirmen und Tastaturen, Kopierern, Sportmaterialien für Schulen, Werkzeug, Spielzeug, Papier sowie Lebensmittelpakete, Hygieneartikel und persönliche Pakete der Paten an ihre Patenkinder. Den größten Teil erhält das Waisenhaus „Proleska“ in Tscherikow. Weitere Hilfsgüter gehen an die Schulen in Tscherikow sowie an die Dorfschulen in Retschiza, Sokolowka, Lubanovka und Esorie. Auch die Sozialstation im Waisenhaus und das weißrussische Rote Kreuz Tscherikow werden Hilfsgüter erhalten. Der Hilfstransport wird am 15. Mai von Bad Homburg in das rund 2200 Kilomter entfernteTscherikow starten. Begleitet wird der Sattelzug von dem im Januar vom Verein erworbenen Vereinsbus.


Beladung in StuttgartDurch die halbe Republik sind Mitglieder des Vereins gefahren, um Hilfsgüter für den ersten Transport nach Bad Homburg zu bringen, wo sie zunächst zwischengelagert wurden. Nicole Voigt und Bernd Ehmler waren in Stuttgart, um dort bei einer Firma Computer, Kopierer, Flachbildschirme, kyrillische Tastaturen und Zubehör abzuholen, die diese für den Verein gespendet haben. Auf dem Bild links werden gerade Kopierer und PCs durch einen Mitarbeiter der Stuttgarter Firma in den Vereinbus verladen. Michael Grüning war zusammen mit Mitgliedern des Deutschen Roten Kreuzes Neu-Anspach in Neustadt am Rübenberge am Steinhuder Meer in der Nähe von Hannover, um dort Rollstühle und Rollatoren in Empfang zu nehmen. Weitere Computer und Bildschirme wurden von einer Firma aus Trier dem Verein gespendet. Die Computer und Kopierer, die von den Firmen gespendet wurden, gehen zurück auf die Initiative von Nicole Voigt. Die guten Kontakte der Microsoft-Mitarbeiterin zu den Firmen haben diese zu ihren Spenden veranlasst. Außerdem hat Nicole Voigt dafür gesorgt, dass die Computer mit russischen Windows-Versionen versehen wurden.Alle gespendeten Hilfsgüter werden verpackt und mit Aufklebern versehen, an welche Institution oder Familie sie im Landkreis Tscherikow verteilt werden. Die Lager des Vereins in Kelkheim, Neu-Anspach und Usingen sind proppenvoll, kaum etwas passt noch hinein.


8. - 15. April 2009: Erkundungsfahrt von Tatjana Grüning nach Tscherikow

Tatjana Grüning ist zu einer Erkundungfahrt in den Landkreis Tscherikow aufgebrochen. Auch sie hat die reise mit dem Zug nach Minsk gewählt, wo sie von Wala und Andrej Baranow(a) mit dem Auto abheholt wurde. Vorrangige Aufgabe von Tatjana Grüning waren Koordiantionsabsprachen im Hinblick auf den Hilfstransport und Besuche bei Patenkindern und Kindern, die im Sommer zum Erholungsaufenthalt nach Bad Homburg kommen sollen. Mit deren Eltern wurden Gespräche diesbezüglich geführt.


29. Januar 2009: Großzügiger Scheck der Fa. ICAP und Charity Day

ICAP-Scheck im KurhausBeckenbauer und EhmlerDie Niederlassung Frankfurt des weltweit führenden Wertpapier- und Derivatemaklers ICAP mit Sitz in London hat dem Verein „Patenschaften für Tschernobylkinder Bad Homburg“ für seine Arbeit einen Scheck in Höhe von 10 000 Euro überreicht. Die Übergabe fand durch die beiden ICAP-Geschäftsführer Robert T. Hempkin (Bild links, 2.v.r.) und Jürgen Tillmann (3.v.l.) sowie ICAP-Mitarbeiterin Michaela May (2.v.l.) im Kurhaus an den 1. Vorsitzenden des Vereins, Michael Grüning (r.), sowie an die Vereinsmitglieder Bettina Kaffenberger (3.v.r.) und Bernd Ehmler (l.) statt.


ICAP veranstaltet in jedem Jahr Mitte Dezember einen „Charity Day“, bei dem alle Mitarbeiter ihre Tageseinnahmen einem zuvor festgelegten sozialen Zweck spenden. Alle weltweiten ICAP-Niederlassungen erzielten an diesem Tag einen Betrag in Höhe von elf Millionen britischen Pfund, den man in etwa gleich mit dem Euro-Kurs umrechnen kann. In der Frankfurter Niederlassung kamen rund 200 000 Euro zusammen, die sozialen Institutionen im Rhein-Main-Gebiet zugute kommen. ICAP lädt zu seinem Charity Day neben Vertretern der Institutionen, die mit einer Spende bedacht werden sollen, auch prominente Persönlichkeiten ein. Im Jahr 2007 war dies Franz Beckenbauer (Bild rechts). Hier hatte Bernd Ehmler Gelegenheit, ihm die Arbeit des Vereins kurz vorzustellen.


17. Januar 2009: Neuer Kleinbus für den Verein

Neuer Vereinsbus

Vereinsbus im EinsatzUnser Verein hat bei einer Internetauktion einen Vereinsbus ersteigert. Es handelt sich um einen dunkelblauen Ford Transit "Euro Line", Baujahr 2004, in dem bis zu neun Personen Platz finden. Das Fahrzeug haben Michael Grüning und Bernd Ehmler in Bocholt an der niederländischen Grenze in gutem Zustand übernommen. Es wird vorrangig als Begleitfahrzeug bei Hilfstransporten und bei Kinderfreizeiten zum Einsatz kommen. Seinen ersten "echten" Einsatz hatte der Bus beim Hilfstransport im Mai 2009 im Projektgebiet im Landkreis Tscherikow: Um entlegene Dörfer zu erreichen, muss auf Naturstraßen auch hin und wieder eine kleine Wasserfurt durchquert werden.


8. - 15. November 2008: Gespräche in Minsk und Erkundungsfahrt nach Tscherikow

Michael Grüning und Bernd Ehmler begaben sich auf Erkundungsfahrt in den Landkreis Tscherikow. Zunächst ging es mit der Eisenbahn von Frankfurt am Main über Berlin und Warschau mach Minsk, wo sie Gespräche bei Michail Kaslowski vom weißrussischen Partnerverein führten. Hauptthemen waren die Kinderfreizeit im Sommer dieses Jahres und der Hilfstransport im Mai. Michail Kaslowski begleitete Grüning und Ehmler nach Tscherikow, um sich einen neuerlichen Eindruck des dortigen Waisenhauses zu verschaffen. Die beiden Bad Homburger konnten für ihre weiteren Aufgaben im Projektgebiet den Kleinbus des Waisenhauses benutzen. Genaueres zu dieser Erkundungsfahrt kann man unter der Rubrik "Presse" ab "30. Oktober 2008" nachlesen.


20. September 2008: Der Verein präsentiert sich bei der Info-Börse

InfoboerseAm 20. September 2008 fand im Kurhaus Bad Homburg und auf dem Kurhausvorplatz die Info-Börse der Bad Homburger Vereine statt. Unter den Bereichen „Zusammen“, „Spiel und Sport“, „Kultur und Bildung“ sowie „Gemeinschaft und Soziales“ wurde das ehrenamtliche Engagement von Bad Homburger Vereinen der Öffentlichkeit vorgestellt. Auch der Verein „Patenschaften für Tschernobylkinder Bad Homburg“ war bei der Info-Börse mit einem Stand vertreten, an dem sich Oberbürgermeisterin Dr. Ursula Jungherr und Stadtverordnetenvorsteher Franz Josef Ament bei Bettina Kaffenberger und Michael Grüning bei einem Rundgang informierten.